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Wuppertal: "Schmutzige Wäsche" an der Uni

Wuppertal : "Schmutzige Wäsche" an der Uni

Um die Herkunft von Kleidung geht es in der Greenpeace-Ausstellung.

Kurz bevor im Investorenkubus am neuen Döppersberg die umstrittene Modekette "Primark" eine Filiale eröffnet, spricht Greenpeace Wuppertal besonders Studierende mit der Ausstellung "Schmutzige Wäsche - Woher kommt unsere Kleidung?" an. Sie zeigt die Folgen der globalisierten Textilherstellung für Mensch und Umwelt.

Jedes Jahr werden weltweit rund 80 Milliarden Kleidungsstücke produziert. Ein riesiger Markt, der die Ressourcen unseres Planeten strapaziert und Arbeitsrechte und Umweltschutz mit Füßen tritt. So setzt die Textilindustrie bei der Herstellung von Jeans, Shirts, Outdoor- und Funktionskleidung erhebliche Mengen gesundheits- und umweltgefährdender Chemikalien ein. Die Abwässer aus den Fabriken vergiften in den Produktionsländern, vor allem in Asien und Mittelamerika, Flüsse und Trinkwasser. Diese reichern sich in der Umwelt an, wo sie giftige, krebserregende und fortpflanzungsschädigende Auswirkungen haben können.

Die Ausstellung nimmt die elf besonders schädlichen Substanzen unter die Lupe, für deren Verbot sich Greenpeace im Rahmen der weltweiten Kampagne "Detox" international einsetzt. Die Firmen sollen eine Erklärung zum Verzicht auf die giftigsten Chemikalien in ihrer Produktion unterzeichnen. Dies betrifft vor allem per- und polyfluorierte Chemikalien (PFC), die aufgrund ihrer wasser- und schmutzabweisenden Eigenschaften unter anderem in vielen Outdoor-Produkten stecken.

Vernissage ist morgen um 17 Uhr. Zu sehen ist die Schau bis zum 8. Dezember in der Universitätsbibliothek (Campus Grifflenberg, Gebäude BZ, Gaußstraße 20). Mit einer Kleidertauschparty am Donnerstag, 7. Dezember, von 14 bis 20 Uhr bieten Greenpeace und der AStA eine Möglichkeit, Kleidung weiter zu verwenden (AStA Ebene ME 04).

(Red)