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Kempen: Christkind-Ausstellung im Kramer-Museum

Noch bis Sonntag geöffnet : Kramer-Museum in Kempen zeigt Christkind-Ausstellung weiter

Vorerst bis Sonntag können Besucher die prächtigen Arbeiten aus der Sammlung von Monika Lennartz noch im Museum bewundern. Es lohnt sich.

Ohne Weihnachten würden wir kein Osterfest feiern. Vielleicht ist das ein guter Grund, um noch bis Sonntag im städtischen Kramer-Museum in Kempen die Ausstellung „Christkinder – Vom Zauber der Krippen- und Jesuskindfiguren“ zu besuchen. Die prächtigen Exponate hat bislang kaum ein Besucher zu Gesicht bekommen. Kaum geöffnet, wird das Museum nun corona-bedingt schon wieder geschlossen. „Die Ausstellung ist so aufwendig, sie soll wenigstens acht Wochen zu sehen sein“, sagt Kempens Kulturamtsleiterin Elisabeth Friese. Deshalb will das Kulturamt die Christkinder-Ausstellung noch eine Weile zeigen – auch wenn Weihnachten schon vorbei ist.

Seit Mai präsentiert das Museum die Sonderausstellung „Barocke Klosterarbeiten – ein Fenster zum Paradies“ mit Exponaten aus der Sammlung und Werkstatt von Monika Lennartz und Beständen des Kramer-Museums. Im November kamen Krippen- und Jesuskindfiguren hinzu. Die liebevoll ausgearbeiteten und mit teuren Stoffen, Borten, Spitzen und Perlen prächtig geschmückten Figuren zeigen, wie sehr das Jesuskind einst verehrt wurde. Ab dem späten Mittelalter war es in Klöstern und Stiften üblich, ein Jesuskind in den Mittelpunkt des Weihnachtsgeschehens zu rücken. Später hielten die geschmückten Jesuskinder Einzug erst in Adelshäuser, dann in Bürgerhäuser. Und rund um die Christkinder entstand eine eigene, ebenso aufwendig gearbeitete Welt. Auch das zeigt die Ausstellung im Kramer-Museum: Da liegen Christkinder in mit Spitzen verzierten Bettchen oder Wiegen, sitzen auf Stühlchen in ihrer Größe, sogar einen kleinen Schrank gibt es, in dem weitere Christkind-Kleidungsstücke hängen. Man mag sich nicht satt sehen an all diesen freundlich lächelnden, glänzenden Wickelkindern.

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Aus der Welt des Jesuskindes geht es im Museum in die Welt des Kempener Kindes: Eine weitere Sonderausstellung im ersten Stock präsentiert Spielzeug der Tönisvorster Spielzeugsammler Aloys und Ingrid Kox. Zu den Exponaten gehören Autos, Baukästen, Kaufläden, Kinderküchen nebst Utensilien, Zelluloidpuppen von 1880 bis 1960, kleine Instrumente und einiges mehr. Ältere Besucher werden sich beim Betrachten an die eigene Kindheit erinnern, jüngere Besucher so manches entdecken, das es heute noch im Spielzeugladen gibt – aber nicht mehr aus Holz, Blech oder Leder, sondern aus Kunststoff. Bevor das Spielzeug in die allgemeine Präsentation des Museums integriert wird, ist die Ausstellung noch einige Zeit komplett zu sehen.

Info Das städtische Kramer-Museum, Burgstraße 19 in Kempen, ist dienstags bis sonntags von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Wer das Museum besichtigen möchte, kann einen Termin vereinbaren unter Telefon 02152 917-4120. Die Besucher müssen Masken tragen.