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Wuppertal: "Kontakthof" für Kultur und Kulinarisches

Wuppertal : "Kontakthof" für Kultur und Kulinarisches

Wuppertal-Elberfeld hat ein neues Kulturzentrum: den "Kontakthof". Café, Bühne, Events – so lautet das Motto. Kleinkunst, Kabarett, Lesungen, Theater soll es hier genauso geben wie Impro-Shows. Die erste Premiere, "Zarah 47", eine Zarah-Leander-Show mit Angela H. Fischer, ging bereits erfolgreich über die Bühne, weitere sollen folgen. Außerdem kooperiert der Kontakthof mit anderen Wuppertaler Theatern, Torsten Hamer vom Leo Theater in Langerfeld gastiert in Elberfeld, ebenso das M&M-Theater und der Plattkaller-Abend, der seit der Schließung des Rex-Theaters keine neue Heimat gefunden hatte.

Wuppertal-Elberfeld hat ein neues Kulturzentrum: den "Kontakthof". Café, Bühne, Events — so lautet das Motto. Kleinkunst, Kabarett, Lesungen, Theater soll es hier genauso geben wie Impro-Shows. Die erste Premiere, "Zarah 47", eine Zarah-Leander-Show mit Angela H. Fischer, ging bereits erfolgreich über die Bühne, weitere sollen folgen. Außerdem kooperiert der Kontakthof mit anderen Wuppertaler Theatern, Torsten Hamer vom Leo Theater in Langerfeld gastiert in Elberfeld, ebenso das M&M-Theater und der Plattkaller-Abend, der seit der Schließung des Rex-Theaters keine neue Heimat gefunden hatte.

Von Comedy bis Talkshow

"Wir planen auch Gastspiele des TiC-Theaters", sagt Geschäftsführer Oliver Brick. Ihn verbindet eine langjährige Geschichte mit dem Theater in Cronenberg. Schließlich hat er hier kulturelles "Blut geleckt", stand bei 16 Produktionen auf der Bühne und hat als Verwaltungsleiter das Privattheater aus der Insolvenz und in die Gewinnzone geführt. "Doch nun war es an der Zeit, etwas Neues zu wagen", sagt der 31-Jährige. Seinen Kontakthof, den er Anfang Oktober eröffnete, sieht er nicht in Konkurrenz zu den bestehenden Einrichtungen, sondern als Ergänzung, als Plattform für bestehende Kultureinrichtungen "im Herzen von Elberfeld", sagt Brick. Er hofft, dass der Kontakthof seinem Namen alle Ehre macht — ein Ort, wo sich Menschen begegnen, wo Kultur und Kommunikation eine glückliche Verbindung eingehen, wo Künstler ihr Netzwerk erweitern können.

Wuppertal besitze eine reiche Kulturszene, "aber vieles liegt dezentral", sagt Brick. Er will die kreativen Ideen bündeln, beweisen, dass in Wuppertal richtig was los ist und niemand für Kultur nach Düsseldorf fahren muss. "Ich bin Wuppertaler mit Herz und Seele", bekennt der Ronsdorfer. So hat er sich ein Konzept für diese Bühne mit Café ausgedacht, mit der er den Investor, die Familie Emde, der auch das Haus an der Genügsamkeitsstraße gehört, überzeugen konnte.

Der etwa 250 Quadratmeter große, zweigeteilte Raum wurde aufwendig dekoriert von Innenraumgestalterin Imes. Antiquitäten wie rotsamtene Stühle, Kanonenöfen von 1886 und Wandleuchter aus Paris von 1904 mischt der Raum mit modernem Kaffeehausambiente aus Ledersofas und Barstühlen. Vor der kleinen Bühne finden 68 Zuschauer Platz. Die Bühne lässt sich aber auch mobil im Raum platzieren, etwa vor dem großen Spiegel mit Barockrahmen für Lesungen, vor dem Fenster für Konzerte oder auf der Empore für Talkshows.

Jedes Wochenende finden zwei bis drei Vorstellungen statt. Das Café ist dagegen jeden Tag ab 15 Uhr geöffnet. Kuchen und Antipasti finden sich auf der Speisekarte. Größere Buffets gibt es bei speziellen Events, etwa bei Premieren oder Dinnershows. Auch für private Feiern stehen die stilvollen Räume zur Verfügung. An den Samstagen vor Weihnachten plant der umtriebige Brick Kinderbetreuung mit Theater und Süßigkeiten-Buffet. Mit den Einnahmen aus der Gastronomie sollen die Kulturveranstaltungen gegenfinanziert werden.

Programm Die heutige Vorstellung "Zarah 47" fällt wegen Krankheit aus. Die nächste Aufführung ist am Samstag, 20. Oktober, 20 Uhr. Karten unter:

www.wuppertal-live.de

(RP)