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Wuppertal: Verborgene Orte entdecken

Wuppertal : Verborgene Orte entdecken

Wuppertal 24 Stunden live bietet Freitag und Samstag die Möglichkeit, die Stadt mit anderen Augen zu sehen. Menschen kommen gemeinsam in Bewegung und verschlossene Türen öffnen sich.

Eine Entdeckungsreise durch die Täler entlang der Wupper machen, verborgene Orte aufspüren und neue Seiten einer alten Stadt zu erleben, ist das Ziel von Wuppertal 24 Stunden live. Die Veranstaltung beleuchtet am kommenden Wochenende bewusst spezielle Punkte, die sonst häufig im Dunkeln liegen. Unternehmen gestatten Einblicke in ihre Produktionsabläufe, bekannte Bauwerke zeigen sich in einem neuen Licht und Menschen kommen gemeinsam in Bewegung.

Zum Auftakt des vielseitigen Programms sind die Gäste am Freitag, 14. September, um 15 Uhr in den Barmer Bahnhof an der Winklerstraße eingeladen. Dort zeigt die Offene Bühne Bergisch Land Ausschnitte aus ihrer Show. Anschließend können die Besucher mit viel Abenteuerlust auf ihre ganz persönliche Expedition durch die Stadt aufbrechen. Überall stoßen sie auf spannende Stationen und außergewöhnliche Angebote.

Götterspeise ist die kulinarische und kulturelle Meile auf Schloss Lüntenbeck in Vohwinkel überschrieben. Gaumenfreuden verbunden mit musikalischen und tänzerischen Darbietungen, sowie ein nächtlicher Feuerzauber fügen sich zu einem Fest für die Sinne zusammen. Die Technik steht dagegen bei einem Besuch des Bürgerbades Vohwinkel im Mittelpunkt. Tief unter der Erde steigen die Besucher in die Eingeweide des Bades hinab. Wenn die feuchte Hitze ihnen den Schweiß auf die Stirn treibt, können sie sich anschließend mit einem Sprung ins Wasser abkühlen.

Wie sich ein Bad in eine Brauerei verwandelt, zeigt Braumeister Erik Grunewald im ehemaligen Volksbad am Barmer Rathaus. Er gibt Auskunft über sein Handwerk und führt durch den Betrieb. Die Umwandlung von Abfall in Energie erleben die Besucher im Müllheizkraftwerk in Cronenberg. Dort können sie einen Blick hinter die Fassade werfen.

Zu einer unterirdischen Expedition öffnet sich am Freitag die sonst verschlossene Tür zum Tiefbunker Döppersberg an der Waldeckstraße. Die 900 Quadratmeter große Anlage entstand 1940 und bietet im Ernstfall 950 Menschen Platz. Ausgerüstet einer Taschenlampe und begleitet von mystischer Musik tauchen die Gäste am Samstag auch ins Innere des Trinkwasserbehälters Mallak ab. Dort, wo normalerweise fünf Meter hoch das Wasser steht, können Entdecker an diesem Tag trockenen Fußes hindurchwandern.

Speziell für kleine Besucher ist die Ausstellung im Kindermuseum gedacht. Alle Exponate sind von Kindern und Jugendlichen gestaltet, anfassen und ausprobieren, ist ausdrücklich erwünscht. Ihr eigenes T-Shirt können kleine Künstler in einem Workshopbei Taltextil an der Friedrich-Ebert-Straße gestalten.

Bewegung bringt eine nächtliche Radtour über Täler und Höhen in das Programm. Treffpunkt ist am Freitag u 21.30 Uhr am Sparkassenhaus, Islandufer. Zwischendurch ist eine Grillpause geplant. Gemütlicher geht es mit der Draisine vom Bahnhof Loh aus über die Nordbahntrasse und beschaulich ist am Samstag ein Spaziergang durch den illuminierten Botanischen Garten. Den spektakulären Schlusspunkt setzt das Feuerwerk am späten Abend.

(domi)