Wesel: Strom gibt Sportwagen Power

Wesel: Strom gibt Sportwagen Power

Der Mehrhooger Elektromeister Frank van Rienen, Experte für Fotovoltaik-Anlagen, wird auf den Energietagen im Sparkassen-Citycenter am 10. und 11. April mit seinem nagelneuen Tesla-Elektroflitzer für Aufsehen sorgen.

Hollywood-Star Leonardo Di Caprio hat einen, George Clooney auch. Und mittlerweile fährt auch der Mehrhooger Elektromeister Frank van Rienen einen von deutschlandweit nur 50 Tesla Roadster.

Clou des 215 KW starken (entspricht 288 PS) Zweisitzers ist sein Motor: Statt Super bleifrei "tankt" der Sportwagen "Made in California" Strom und ist damit völlig abgasfrei. Fahrspaß und saubere Energie – das passt durchaus.

Zwei Euro für 100 Kilometer

Umgerechnet verbraucht der Tesla 1,49 Liter Kraftstoff auf 100 Kilometern. Kosten: etwa zwei Euro. Den schicken, umweltschonenden und lautlosen Flitzer im Lotus-Design wird van Rienen auf seinem Stand während der Weseler Energie-Tage im Citycenter der Verbands-Sparkasse an der Bismarckstraße präsentieren und damit für einen echten Hingucker sorgen.

"Ich möchte mit dem Tesla, der Automobilgeschichte schreiben wird und damit für mich auch eine Wertanlage bedeutet, zeigen, dass den praktisch verschleißfreien Elektroautos die Zukunft gehört", erklärt van Rienen, der in Sachen regenerative Energien vielen anderen bereits oft einen Schritt voraus war.

Schon Mitte der 90er Jahre, als das Thema alternative Stromerzeugung aus Wind und Sonne vielfach noch als Randthema belächelt wurde, war der junge Existenzgründer aus Mehrhoog bereits Feuer und Flamme für Fotovoltaik, Biokraftstoffe und Co – aus persönlicher Überzeugung.

Einige seiner Firmenfahrzeuge fahren seit 2002 mit klimafreundlichem Pflanzenöl. Dass die Ära der mit Benzin betriebenen Fahrzeuge langsam aber sicher zu Ende geht, steht für van Rienen fest. Werden doch die weltweiten Ölreserven in den nächsten 30 bis 40 Jahren zur Neige gehen.

Bau von Solartankstellen geplant

Als Vorreiter, der er immer schon war, möchte der für die Installation von Fotovoltaik-Anlagen bekannte van Rienen in nächster Zeit den Vertrieb von Elektrofahrzeugen und Elektromotorrollern übernehmen. "Mit ihrer Reichweite von bis 400 Kilometern eignen sich diese Fahrzeuge gerade auch für Leute, die kürzere Strecken fahren", sagt van Rienen. "Der Strom dazu kommt aus einer Steckdose."

Zusammen mit seinem Nachbarn, dem Zimmermeister Bernhard Bastek, plant er den Bau mehrerer Solartankstellen. Diese mit Fotovoltaik-Modulen ausgestatteten Holz-Unterstände könnten, so van Rienen, bei Unternehmen stehen, die ihren Mitarbeitern Elektrofahrzeuge zur Verfügung stellen. Nicht benötigte Energie kann einfach ins Stromnetz eingespeist werden.

(RP)