Wermelskirchen: Erst arbeiten, dann schwimmen im Freibad

Wermelskirchen: Erst arbeiten, dann schwimmen im Freibad

Noch sieht das Wasser im Freibad Dabringhausen wenig einladend aus. "Wenn das so bleibt, dann komm ich dieses Jahr nicht schwimmen", sagt Pia Delkeskamp ein wenig empört. Kann es die Sechsjährige gemeinsam mit ihren beiden Brüdern sonst kaum abwarten, sich in die Fluten zu stürzen, ist ein Sprung ins Becken im Moment für sie noch wenig reizvoll. Damit sich das bald ändert, waren rund 20 fleißige Helfer des Fördervereins Freibad Dabringhausen wieder eifrig bei der Sache. Und auch Pia Delkeskamp sorgte mit ihrem Papa Thomas beim Arbeitseinsatz am Samstag dafür, dass das Freibad aus dem Winterschlaf geweckt wurde.

Bevor ans Schwimmen gedacht werden kann, muss erstmal dem Laub der Kampf angesagt werden. Gleich containerweise werden die Spuren des harten Winters von der großen Freibadanlage entfernt. Die wichtigsten "Waffen" sind dabei ganz klar die lauten Laubbläser. Doch es muss auch Hand angelegt werden. Thomas Nippel und Monika Rietz verfrachten Berge von Laub in große Sacke, um sie im Container wieder ausleeren zu können.

Der 16-jährige Thomas ist der einzige Vertreter der Jugend, der am Samstag im Freibad tatkräftig mit anpackt. "Es ist eigentlich schade, dass die Jugendlichen, die im Sommer immer hier sind, nicht wenigstens an einem Samstag mal mithelfen", sagt er. Ihm macht die Arbeit im Freibad sogar Spaß. Er kann es, wie vermutlich alle anderen Helfer auch, kaum erwarten, dass sich die Pforten der Freibades für die neue Saison öffnen.

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Während die meisten Helfer hartnäckig gegen das Laub angehen, hat Marc Dabringhaus es mit schwerem Gerät zu tun. Mit der Motorsäge macht er aus dem Geäst der umgestürzten Bäume Kleinholz. "Nach dem starken Sturm war ja eigentlich zu erwarten, dass die Motorsäge zum Einsatz kommen muss, deswegen hab ich die gleich mitgebracht", sagt er. Sohn Fabian ist mit mindestens genauso viel Eifer dabei wie der Papa. "Ich bin hier groß geworden und meine Kinder sollen es auch werden. Ich finde es wichtig, die Arbeit des Vereins zu unterstützen", sagt Marc Dabringhaus.

Martina Djenati, als zweite Vorsitzende zuständig für die Einteilung der Arbeiten, zeigte sich zufrieden. "Wir hatten schon befürchtet, wegen Regen erst gar nicht anfangen zu können heute, aber das Wetter hat zum Glück gehalten", sagte sie am Ende erleichtert.

(RP)