Wermelskirchen: Bade-Anzug à la Weik

Wermelskirchen: Bade-Anzug à la Weik

Ohne Freundlichkeit und Sauberkeit funktioniert nichts in einem Hallenbad. Daran ist am Quellenbad intensiv gearbeitet worden. Beim Tag der offenen Tür wurden am Wochenende die neuen Umkleiden präsentiert.

Mit hochgekrempelten Hosenbeinen steht Bürgermeister Eric Weik auf dem Drei-Meter-Turm des Hallenbades. Frisch, adrett und im guten Anzug schaut er sich das bunte Schwimmer-Treiben an. "Ich habe gehört, dass es hier die Pflicht eines Bürgermeisters ist, bei der Neueröffnung eines Hallenbades das Wasser zu testen", sagt er – und stürzt sich kurzerhand mit einem eleganten Kopfsprung in das Becken. Ganz wie sein Vorbild, heute Ehrenbürger der Stadt: Heinz Voetmann. Der wagte bei der Eröffnung 1974 in Frack und Zylinder den Sprung ins Nass.

"In den letzten fünf Jahren haben wir sehr viel für das Quellenbad getan", betonte Weik. Der erste Schritt in Richtung Modernisierung war 2007 die Senkung der Eintrittspreise. Die Besucherzahlen stiegen danach konsequent an, dadurch wurde der Zuschussbedarf jedes Jahr geringer. Das wiederum ermöglichte der Stadt weitere Verbesserungen und Neuerungen, zu denen eine neue Rutsche sowie ein Kinderbecken gehörten. Zudem sind, ermöglicht durch die Anschaffung von Wasserfahrrädern, seit dem vorigen Jahr Kurse im Aqua-Cycling im Programm.

In Zusammenarbeit mit dem Freundeskreis Hallenbad sowie den ehrenamtlichen Helfern der DLRG habe die Stadt ein Hallenbad mit "einer ganz neuen Atmosphäre" geschaffen, sagte Weik. Der Eingangsbereich sowie die Umkleiden erstrahlen heute in einem freundlichen Azurblau, das Café Giebel-Diner sorgt mit einem ansprechenden Ambiente für Kaffeelaune nach dem Schwimmen.

Michael Offermann und Roland Stocks vom Amt für Gebäudewirtschaft sowie Schwimmeister Joachim Hagenbücher sind für das neue Aussehen der Umkleiden verantwortlich. Eine Glaswand ziert Schließfächer und Kabinen und sorgt für eine edle Optik.

"Wir haben uns viele Bäder in der Umgebung angeschaut", sagt Hagenbücher. Die Glasfassade sei auch wegen der gut praktikablen Säuberung und als Schutz gegen Vandalismus ausgewählt worden. Das Glas sei so gut wie unzerstörbar.

Im Oktober 2009 wurde mit den Umbauten in den Umkleidekabinen begonnen. Die Einzelkabinen sind nicht mehr nach Geschlechtern getrennt, die Familienkabinen sind mit Wickelvorrichtung und Waschbecken ausgestattet. Handliche Föns dürfen kostenfrei benutzt werden und sind ausreichend vorhanden. Kleiderhaken sowie Hocker werden noch geliefert. Hell, angenehm, sauber: So präsentiertsich das Hallenbad jetzt den Besuchern.

"Ein Hallenbad kann nur über Freundlichkeit und Sauberkeit funktionieren", betont Hagenbücher. Im Quellenbad finden Besucher beides.

(RP)