Kommentar: Ein Kahlschlagwäre fatal

Kommentar: Ein Kahlschlagwäre fatal

Die finanzielle Situation in Wermelskirchen ist schwierig. Sicher nicht so schlimm wie in anderen Kommunen. Aber wer nicht früh genug gegensteuert, stürzt genauso ab. Deshalb wird bereits gespart, werden die Bürger eingestimmt, dass das Jahr 2011 noch schwieriger werden dürfte. Bürgermeister Eric Weik spricht gern vom "Pakt der Vernunft".

Die Bürger haben das begriffen. Die Zustimmung in der Bevölkerung ist da. Denn wenn die Last fair verteilt wird, wächst das Gefühl, dass man gemeinsam gegen diese Krise ankommt.

Doch das Signal, das die Dhünner und Dabringhausener jetzt bekommen, ist ein anderes, natürlich subjektives. Es sieht nach vorbereitetem Kahlschlag in den Dörfern aus. Und erstick damit alle Bemühungen im Keim, als eine Stadt zu denken und zu handeln. Plötzlich gibt es nämlich nur noch Dhünner, Dabringhausener und Wermelskirchener.

  • Wermelskirchen : Dhünner haben jetzt schnelles Internet

Der Vorschlag, der aus Dabringhausen kommt, ist daher vernünftig. Je einen halben Tag pro Woche in den Dörfern geöffnet – das ist ein Kompromiss in schweren Zeiten. Und im Rathaus müssen die Bürger dann an diesen halben Tagen mit einem eingeschränkten Service leben. Wenn jeder sich darauf einstellen kann, sollte es gehen. Und das Gemeinschaftsgefühl wäre wieder da – und hilft, gemeinsam viel schwierigere Probleme zu lösen.

(RP)