Wald in Klinkum: Rentnerhütte gemeinsam wiederaufgebaut

Im Wald bei Wegberg-Klinkum : Die Rentnerhütte steht wieder

Vor einigen Monaten brannte die Rentnerhütte im Klinkumer Wald komplett nieder. Damit Radfahrer und Spaziergänger wieder eine wetterfeste Anlaufstelle haben, bauten die Klinkumer Husaren und Rentner sie wieder auf.

Der engagierte Rentner Heinz-Josef Buschen blickte zu Beginn der kleinen Feierstunde an der Rentnerhütte im Klinkumer Wald nochmal zurück: „Als vor mehr als drei Monaten die Hütte in Brand gesteckt wurde, war es ein trauriger Anlass – und wir haben sofort gesagt, dass wir sie wieder aufbauen.“ So nahmen die Husaren der Klinkumer St.-Hubertus-Schützenbruderschaft das Vorhaben Wiederaufbau in die Hand und wurde dabei von einer Rentner-Gruppe tatkräftig unterstützt. „Es ist uns nach zweimonatiger Aufbauzeit gelungen, was jetzt vor uns steht“, betonte er mit Stolz, „und es ist hervorragend geworden.“ Viele Projektbeteiligte und Gäste waren in den Klinkumer Wald gekommen, um Segnung und Einweihung durch den sich im Ruhestand befindenden Pfarrer Klaus Buyel mitzuerleben.

Die Klinkumer Schützen hatten in 140 Stunden ehrenamtlich an der Hütte gebaut: In Einzelteilen transportierten sie diese an ihren jetzigen Platz und die Rentner halfen beim Aufstellen mit. Dabei kam unter anderem ein Traktor mit Frontlader zum Einsatz.

Auch beim Innenausbau der Schutzhütte waren die rüstigen Männer mit im Einsatz – es wurden Eisenstempel einbetoniert und ein Boden verlegt. Dachfolie und Boden waren von Firmen gestiftet worden. „Es ist bereits das zweite Mal, dass die Husaren die Hütte aufbauen“, wandte sich Michael Bollig, Vorsitzender des Dorfausschusses, an die Anwesenden, „wir haben in Klinkum nicht mehr viel, und deswegen muss die Hütte bestehen bleiben.“ Sie werde auch sehr viel von Jüngeren benutzt, fügte er an, aber auch von Rentnern. Weiter sagte Michael Bollig: „Wir können stolz darauf sein, dass wir einen solchen Verein haben“, in Richtung der Schützenbrüder. Die Hütte wieder aufzubauen sei wichtig gewesen, damit die Leute im Klinkumer Wald innehalten, abschalten und wieder weitergehen können, schloss sich Husar Herbert Buschen an. An der Waldwegkreuzung, an der die Schutzhütte steht, ist ein Knotenpunkt, der von vielen Radfahrern und Wanderern rege genutzt wird. Im Übrigen hatten sich die Schützen schon vor 30 Jahren auf die Fahne geschrieben, im Fall eines Brandes die Hütte wieder zu errichten.

Pfarrer Klaus Buyel äußerte ebenso seine Freude darüber, dass das kleine Bauwerk im Klinkumer Wald wieder hergestellt wurde. Mit Hilfe von Ben, der die Schale mit Wasser trug, segnete er sowohl den Holzbau als auch die Anwesenden. Und alle hielten in einer Runde mit einem gemeinsamen Lied inne – vor einem handfesten Beweis dafür, was man gemeinsam mit Willenskraft schaffen kann, stehend. Daran haben 15 Personen mitgearbeitet, und es sind rund 6000 Euro investiert worden.