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Fußball: Nur 1:1 gegen Rheydt– Kehrberg enttäuscht

Fußball : Nur 1:1 gegen Rheydt– Kehrberg enttäuscht

Der Trainer des 1. FC Viersen findet angesichts der Leistung seines Teams gegen den Rheydter SV auf heimischer Anlage deutliche Worte.

Nach dem Abpfiff saß Willi Kehrberg einige Minuten alleine auf seiner Trainerbank und schaute mit finsterer Mine auf den Rasen. "Das war ein Spiel auf Bezirksliganiveau", schimpfte der Trainer des 1. FC Viersen, der mit der Leistung seines Teams auf heimischer Anlage gegen den Rheydter SV so gar nicht zufrieden war. "Kampfgeist, Leidenschaft – da hat heute einfach alles gefehlt", resümierte Kehrberg nach dem 1:1.

Zunächst bestimmte sein Team jedoch die Partie und kam durch einen Kopfball von Korbinian Beckers (12.) und einen Distanzschuss von Hachan Saycir (19.) zu ersten Torchancen. Die Abschlüsse der Gastgeber erwiesen sich jedoch als harmlos. "Mehr Tempo", forderte Viersen-Trainer Willi Kehrberg lautstark von seinen Spielern. Nach einer knappen halben Stunde kam der Rheydter SV, der bis dato kaum in den gegnerischen Strafraum drang, besser ins Spiel. In der 34. Minute brannte es dann lichterloh in Viersens 16er: Zunächst war es Michael Miodek, der schön auf Duysal Altini durchsteckte. Sein Schuss wurde jedoch von Thomas Gerdes pariert. Auch der Nachschuss von Michael Gherman wurde abgeblockt.

Nur vier Minuten später hallten plötzlich Rheydter Jubelschreie über den Hauptplatz Hoher Busch. Nach einem langen Ball von Kapitän Nicolas Oelsner setzte sich Yilmaz Topcu stark gegen seinen Gegenspieler durch und lupfte den Ball sehenswert über Thomas Gerdes ins Tor. "Da standen wir einfach falsch", haderte Willi Kehrberg mit der Defensivleistung in der Szene. Doch in der zweiten Halbzeit hatte auch der Viersener Trainer Grund zu jubeln. Nach einem schönen Freistoß von Korbinian Beckers war es Serkan Pacali, der nach dem Pfostentreffer goldrichtig stand und den Ball nur noch über die Linie drücken musste.

In der letzten halben Stunde wurde es dann hektisch. Beide Mannschaften wollten nun auf Sieg spielen, kamen jedoch zu selten gefährlich vors Tor. Zwei Minuten vor Schluss tauchte plötzlich Rheydts Dennis Weinsheimer frei vor dem Viersener Kasten auf. Sein Schuss ging jedoch über das Gehäuse. "Aufgrund der Chancen, die Rheydt hatte, geht das Ergebnis in Ordnung", sagte Willi Kehrberg, dem die Enttäuschung anzusehen war: "Wir haben viel Mut und Energie investiert, aber gebracht hat es nichts. Die vielen Verletzten, die wir haben, dürfen dafür keine Ausrede sein."

Rheydts Trainer Dirk Rütten zeigte sich zufrieden mit dem Punkt. "Wir haben gekämpft, etwas anderes bleibt uns nichts übrig. Zumal wir ohne Auswechselspieler angereist sind." Für Viersen stehen nun zwei Auswärtsspiele in Folge an.

(jasi)