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Fußball: Süchteln zeigt wenig Willen und verliert

Fußball : Süchteln zeigt wenig Willen und verliert

ASV-Trainer Danny Pala war mit der Einstellung seiner Schützlinge gegen Wachtendonk/Wankum unzufrieden. Süchteln verlor 0:2.

34 Minuten dauerte es, bis der ASV Süchteln ein Lebenszeichen von sich gab: Karsten Robertz hatte sich den Ball rund 30 Meter vor dem gegnerischen Tor abgeholt, auf das er nun allein zusteuerte. Eins gegen eins mit dem Torhüter - zunächst mit dem besseren Ende für Stürmer Robertz. Dann aber dauerte es zu lange: Inzwischen hatte sich auch die Abwehr-Abteilung des TSV Wachtendonk-Wankum eingeschaltet und konnte Robertz vom Spielgerät trennen. Und dennoch war diese Szene ein Highlight in einer sonst glanzlosen Landesligapartie auf den Süchtelner Höhen zwischen dem ASV Süchteln und dem TSV Wachtendonk-Wankum. 0:2 hieß es am Ende aus ASV-Sicht.

Dazu hätte es aber nicht kommen müssen. Einen Schuss von Robertz nach 49 Minuten konnte TSV-Keeper Lars Bergner nur abklatschen lassen. Der Nachschuss landete am Pfosten. "Bis dahin hatten wir schon zwei hundertprozentige Torchancen, da hätten wir schon führen müssen", sagte Süchtelns Trainer Danny Pala nach dem Spiel.

Stattdessen nutzen die Gäste ihre Chancen: Eine Ecke war der Ausgangspunkt in der 72. Minute. Diese konnte Süchteln nicht zwingend klären, zunächst folgte ein Pfostenschuss durch Wachtendonk-Wankum. Dann aber traf Lucien Maesmanns doch noch das Tor zum 0:1. Und nur sieben Minuten später war es dann Tim Harmes, der in der Sommerpause von Borussia Mönchengladbachs Zweiter Mannschaft zum TSV wechselte, der das zweite Tor für die Gäste Besorgte.

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Süchtelns Coach Danny Pala war dementsprechend wenig zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft: "Ich weiß nicht, ob die Spieler nicht wollen oder nicht können. Wenn sie nicht können, dann lässt sich daran arbeiten. Aber heute hatte ich das Gefühl, dass viele Spieler auch nicht den unbedingten Willen hatten."

Aber auch die vielen Ausfälle machten dem Trainer seine Arbeit schwer: In der Abwehr fehlte der rot-gesperrte Jan-Henrik Thuis und vor allem die Erfahrung des Mittelfeldakteurs Florian Meier hätte der sehr jungen Mannschaft Sicherheit geben können. "Ich habe vor dem Anpfiff mal durchgezählt: Von den elf Spielern, die da auf dem Platz standen, sind acht unter 23 Jahre. Natürlich ist es schön mit jungen Leuten zu arbeiten, aber man merkt dann eben doch, dass die Abgeklärtheit noch fehlt", sagte Pala. und fügte hinzu: "In so einem Spiel müssen dann die wenigen älteren Spieler die jüngeren führen. Das hat mir heute gefehlt."

Die Möglichkeit, es besser zu machen, haben die Spieler am nächsten Wochenende, wenn Sie bei der TuS Fichte Lintfort zu Gast sind. Bis dahin will Pala aber auch noch vor allem die Kaltschnäuzigkeit vor dem gegnerischen Tor üben, damit solche Chancen, wie sie gegen den TSV Wachtendonk-Wankum da waren, besser genutzt werden. Denn "das schwierigste am Fußball ist es, Tore zu schießen", sagt Pala.

(RP)