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Handball: Lobberich verpasst den Sieg in letzter Sekunde

Handball : Lobberich verpasst den Sieg in letzter Sekunde

Mit dem allerletzten Angriff erzielte Krefeld-Oppum den Ausgleich zum 27:27. Kaldenkirchen gewann souverän bei Aufsteiger Oberhausen.

59 Minuten lang war Moritz Krumschmidt nicht ganz so viel gelungen, doch im allerletzten Angriff traf der Rückraumspieler des TV Krefeld-Oppum zum 27:27 und vermieste dem TV Lobberich einen perfekten Auftakt in die Verbandsliga-Saison. So mischte sich bei Trainer Jurek Tomasik und den Spielern ein wenig Enttäuschung in die Freude über eine sehr gute kämpferische Leistung. Ungeteilte Freude herrschte hingegen im Lager des TSV Kaldenkirchen. Die Mannschaft von Dirk Rahmel siegte bei der HSG RW Oberhausen 25:21.

"Wir hätten schon gerne gewonnen", sagte Tom Thelen. Der Routinier im Trikot des TV Lobberich avancierte in der Schlussphase zum entscheidenden Schützen. Im Alleingang markierte er die letzten fünf Tore für den TV, insgesamt traf er neun Mal. "Es war doch kaum noch ein anderer da", meinte Thelen schmunzelnd.

In der sehr kampfbetonten und spannenden Partie übertrieben es die Spieler auf beiden Seiten das eine oder andere Mal mit der Härte. Dennis Föhles und Tobias Liedtke sahen daher Mitte der zweiten Hälfte die Rote Karte. In dieser Phase hätte das Spiel kippen können. Die Lobbericher hatten gerade eine doppelte Unterzahl überstanden und waren 16:19 ausgehend 22:20 in Führung gegangen, als Föhles und wenig später auch Liedtke vom Feld mussten. Die Gäste nutzten die Umstellungsphase beim TV mit den Toren zur 23:22-Führung, ehe Thelen den TV wieder am Sieg schnuppern ließ. "Wir haben einen Punkt geholt und uns gegen einen sehr gut besetzten Gegner gut verkauft. Ich kann keinem einen Vorwurf machen. Wir haben alles gezeigt und das Maximum herausgeholt", erklärte Tomasik.

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Den Grundstein legten die Lobbericher in der Defensive. Gestützt auf den starken Matthias Hoffmann im Tor zogen sie den Oppumern mit großer Laufbereitschaft und Kampfeswillen in der Abwehr den Zahn.

"Mir ist ein Stein vom Herzen gefallen. Das war richtig gut", sagte Kaldenkirchens neuer Coach Dirk Rahmel nach dem Auftaktsieg in Oberhausen. Beim Aufsteiger führte seine Mannschaft über die gesamte Spielzeit durchweg mit zwei bis drei Toren. Der höchste Vorsprung entstand direkt nach dem Seitenwechsel, als der TSV vom 13:11 auf 15:11 davonzog. "Ich hatte nie das Gefühl, dass wir das Spiel verlieren könnten, weil wir immer die richtigen Lösungen gefunden haben", sagte Rahmel. Neben Jochen Schellekens, der zehn Tore warf, glänzten Joachim Rinsch und Tobias Bochwitz. Rinsch bildete mit Neuzugang Bochwitz den Rückraum. "Tobias ist ein alter Weggefährte von mir. Er wohnt in Darmstadt und hilft uns, solange Vincent Widera und Sebastian Gerits fehlen", erklärte Rahmel.

(RP)