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Handball: Lobberich siegt und blickt auf Homberg

Handball : Lobberich siegt und blickt auf Homberg

Der TSV Kaldenkirchen setzt sich in einem packenden Spitzenspiel verdient gegen den Hülser SV 31:29 durch.

Der Angriff wirft die Tore, die Abwehr gewinnt Spiele. Was sonst immer wieder Geld in so jedes Phrasenschwein spült, hat sich im Spiel des TV Lobberich bei Adler Königshofs Zweitvertretung bewahrheitet. Die Mannschaft von Trainer Jurek Tomasik setzte sich am Ende verdient mit 26:22 durch. Zu großen Gefühlsausbrüchen war dem Übungsleiter aber nicht zumute. "Nach dem Spiel ist vor dem Spiel", sagte er nur kurz angebunden. Ebenfalls eine Floskel, die jedes Phrasenschein füllen würde. Doch Tomasik ließ sich dann doch noch zu einem positiven Fazit hinreißen: "Wir haben gut in der Abwehr gestanden, das hat mir gefallen."

Nach der 27:27-Punkteteilung zum Auftakt gegen Krefeld-Oppum hatte es der Übungsleiter verstanden, seinem Team den Siegeswillen einzuimpfen. Die Lobbericher begannen konzentriert, standen gut in der Abwehr und leisteten sich nur wenige Fehler. Die Gastgeber, durchaus mit individueller Klasse ausgestattet, ließen den TVL aber nicht davonziehen. Erst nach 20 Minuten zeichnete sich langsam aber sicher ab, in welche Richtung diese Reise gehen würde. Zu diesem Zeitpunkt hatten sich die Tomasik-Schützlinge erstmals mit drei Toren auf 10:7 abgesetzt. Eine Führung, die jedoch keine Sicherheit gab, sondern bis zur Pause wieder eingebüßt wurde (12:12).

Doch mit einer Punkteteilung wollten sich die Lobbericher nicht begnügen und kamen besser aus der Kabine. Schon nach etwa 40 Minuten wieder ein gewohntes Bild. Die Gastgeber bissen sich an der Lobbericher Abwehr die Zähne aus und die Gäste konnten sich auf 19:15 absetzen. "Positiv war es auch, dass sich die Tore auf so viele Schützen verteilt haben", sagte Tomasik. Insgesamt acht verschiedene Spieler durften gegen die Adler jubeln. "Das spricht für die Mannschaft, da bildet sich ein Team", sagte Tomasik. Ein Team, dass sich über ein 23:18 bis hin zum 26:22 die zwei Punkte redlich verdient hatte.

Die hatte sich der TSV Kaldenkirchen gegen den Hülser SV unter dem Strich auch verdient. Der knappe 31:29-Erfolg wurde durch eine Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte perfekt gemacht. Denn die Mannschaft von Trainer Dirk Rahmel blieb in den ersten 30 Minuten unter ihren Möglichkeiten. Spieler Lucas Topp brachte es auf den Punkt: "Wir waren nicht im Spiel, der Angriff war zerfahren und unser Rückzugsverhalten war schlecht." Folgerichtig nutzte Hüls seine Chancen und brachte sich 16:12 zur Pause in Front. "Natürlich waren wir unzufrieden mit dem, was wir gespielt haben und wir wussten, was wir verbessern mussten", sagte Topp. Das war vor allem das Abwehrverhalten.

Kaldenkirchen legte den Hebel um, plötzlich waren die Gastgeber in der Abwehr aggressiver und zielstrebiger. Vorne im Angriff zeigte man sich in Form von Jochen Schellekens (zehn Tore) treffsicherer und so egalisierte man den Rückstand bereits nach nur sechs Minuten nach Wiederanwurf. Fortan war es ein offenes Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. "Dann hatten wir in der Schlussphase vielleicht das etwas glücklichere Händchen", sagte Topp, der zudem auch die starke Torwartleistung in den Schlussminuten hervorhob. Durch den Sieg bleiben die Kaldenkirchener weiterhin ohne einen Punktverlust auf dem zweiten Rang.

(rüb)