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Fußball: Auch Wüsten geht - Amerner haben ein Stürmerproblem

Fußball : Auch Wüsten geht - Amerner haben ein Stürmerproblem

Nach einem starken ersten Saisonabschnitt mit beruhigenden 30 Punkten kann sich Fußball-Landesligist VSF Amern in der Winterpause nicht entspannt zurücklegen, sondern muss sich weiter mit unerfreulichen Themen auseinandersetzen. Nachdem zunächst René Jansen seinen Abschied zum ambitionierten Landesligisten SV Straelen mitgeteilt hatte, ließ jetzt auch sein Sturmkollege Pascal Wüsten den Verein wissen, dass er im neuen Jahr nicht mehr für die Amerner spielen möchte. Er wechselt zum A-Ligisten Dülkener FC.

Wobei die Beweggründe für die Wechselwünsche in beiden Fällen völlig unterschiedlich gelagert sind. Während bei Jansen die sportliche Perspektive und die bessere finanzielle Ausstattung der Straelener ausschlaggebend gewesen sein dürfte, war bei Wüsten eine neue berufliche Situation ursächlich. Weil er schon Ende vergangenen Jahres als Polizist von der Wache in Kaldenkirchen nach Viersen gewechselt war, konnte er nur noch sehr unregelmäßig am Training in Amern teilnehmen. Wenig später ging er dann auf die Amerner mit seinen Wechselwünschen zu. "Wenn René nicht gegangen wäre, wäre das auch kein Problem gewesen. So aber haben wir zunächst nach einer anderen Lösung gesucht. Doch dann haben wir uns entschieden, ihn ziehen zu lassen, weil nicht klar ist, inwiefern er uns ohne regelmäßiges Training helfen kann", sagt VSF-Coach Dennis Sobisz. Noch nicht geeinigt haben sich beide Klubs über die Ablöse. Die VSF wollen die Summe haben, die sie im Sommer an Bracht für Wüsten überwiesen. Dennoch konnte Wüsten vorigen Sonntag schon beim Gewinn der Offenen Stadtmeisterschaften in Kempen für Dülken spielen, weil Hallenspiele in dieser Hinsicht von den Regularien her wie Freundschaftsspiele behandelt werden. Die Amerner werden die Lücke wohl intern schließen. "Wir machen ein Stürmer-Casting innerhalb des Kaders", scherzt Sobisz.

(RP)