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Solingen: Die beiden Hallen im Vergleich

Solingen : Die beiden Hallen im Vergleich

Kein Sprungturm, keine Rutsche, kaum Wellness: Weder das Birkerbad noch das Hallenbad Vogelsang bieten einen besonderen Spaßfaktor. Schlicht, fast trist ist ihr Anschein. Schwimmer kommen dort theoretisch auf ihre Kosten – wenn die Bäder denn geöffnet wären. Aber erwarten Kinder auch nur ein wenig mehr als eine Planschmöglichkeit und eine 1,50-Meter-Rampe ins Babybecken, können die Hallenbäder in Solingen einpacken. Dennoch soll eines von ihnen saniert werden und sich künftig für einen Bade-Ausflug lohnen. Beide haben Schwachstellen, manches spricht für sie. Hier eine Übersicht:

Das Hallenbad Vogelsang bietet immerhin drei Becken. Im 25 Meter langen und etwa zwölf Meter breiten Schwimmerbecken sind die sportlich Ambitionierten unterwegs. Ein 9,20 Meter mal 12,50 Meter großes Becken bietet den Nichtschwimmern flaches Wasser, das Planschbecken ist 3,60 Meter breit und knapp neun Meter lang.

Im Birkerbad ist das Angebot an Becken weitaus limitierter: es gibt nur eins. Das Schwimmerbecken ist zehn Meter breit und auch nur 25 Meter lang – Sportschwimmern also zu kurz. Die Tiefe variiert von 80 Zentimetern am einen Ende bis zu 3,20 Metern am anderen.

Pluspunkt ist die äußere Erscheinung des Gebäudes. Der alte Klinkerbau versprüht auch im Innern noch Atmosphäre, das Hallenbad Vogelsang kann da mit seinem 70er-Jahre-Charme nicht mithalten.

Für die Anreise per Auto kann keines der Bäder mit vielen Parkplätzen aufwarten, die Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel ist aber beim derzeit geschlossenen Birkerbad günstiger. Für das Schwimmbad Vogelsang spricht die Möglichkeit, nach dem Schwimmen in der Cafeteria mit Blick auf die Becken zu pausieren. Ein ähnliches Angebot sucht man im Birkerbad vergeblich.

Fazit: Wenn die Solinger Bäder künftig eine Alternative zu den Thermen im Umland bieten sollen, muss noch viel getan werden.

(RP)