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Neue Seniorenresidenz in Remscheid

80 Einzelzimmer : Seniorenresidenz geht an den Start

Nach vier Jahren Bauzeit können die 80 Einzelzimmer an der Königstraße bezogen werden. Das neue Heim verfügt auch über einen Wohnbereich für Demenzkranke. Der Blick aus den meisten Zimmern reicht bis nach Köln.

Nach frischer Farbe riecht es auf den Etagen der Seniorenresidenz an der Königstraße. Ein paar Handwerker erledigen letzte Arbeiten. Am Freitag soll endlich die Telefonanlage installiert werden. Nach vier Jahren Bauzeit geht diese Senioreneinrichtung im Oktober an den Start. 80 Einzelzimmer befinden sich in dem U-förmig gebauten Haus. Es umfasst neben einem Souterrain mit Garten, und dem Erdgeschoss noch zwei weitere Etagen. Bei gutem Wetter haben die Bewohner der meisten Zimmer ein offenen Blick über den Remscheider Wald bis hin nach Köln.

Das Seniorenheim, in dem pflegebedürftige Menschen ihre Alter verbringen, ist gut angebunden an den Stadtteil Hasten. Zu einem Spaziergang in den Stadtpark ist es auch nicht weit. Und mit dem Bus ist auch die Innenstadt schnell erreichbar.

Maßgeblich für die Qualität eines Seniorenheims ist die Qualität des Personals. Nach Auskunft von Pflegedienstleiterin Susanne Potthast gab es keine Probleme, Fachpersonal einzustellen, obwohl die Branche allgemein über Schwierigkeiten bei der Stellenbesetzung klagt. Insgesamt 40 Mitarbeiter inklusive Koch und Hauswirtschaftsleitung sind für das Wohl der Bewohner verantwortlich. „Wir möchten Zeit haben für unsere Bewohner“, sagt Christa Tissot, zuständig für den Sozialen Dienst. Überlastetes Personal soll es nicht geben. Daher sollen die Zimmer auch nicht auf einen Schlag belegt werden, sondern nach und nach. „Alle bekommen Zeit, um sich einzugewöhnen“, sagt Tissot. Die Mitarbeiter besuchen Schulungen, um die Vorgaben des Betreuungskonzepts erfüllen zu können.

Die Zimmer haben eine Größe von 18,5 Quadratmetern plus 5,6 Quadratmeter für das Bad. Es gibt auch Zwillingsräume, in denen Ehepaare oder Geschwister wohnen können. Ein wenig Platz für den Lieblingssessel oder Tisch ist vorhanden. Standard ist aber ein Pflegebett und ein Schrank.

Die beiden oberen Etagen verfügen jeweils über zwei Küchen. „Wer sich einen Möhreneintopf nach eigenem Geschmack kochen möchte, kann das bei uns tun“, sagt Einrichtungsleiterin Margarete Meusel. Küchen dienen als Treffpunkte auf den Etagen. Im Erdgeschoss gibt es eine große Cafeteria, die auch für Veranstaltungen genutzt werden soll.

Betreiber der Seniorenresidenz ist die Firma Insanto aus Gütersloh. Die lange Bauzeit von vier Jahren ist auf Wechsel bei den Betreibern, Insolvenzen und Problemen bei den Bauvorschriften zurückzuführen, sagt Meusel. Daher konnte man Interessenten so lange keine verbindliche Zusage für einen Einzugstermin geben. „Wir haben noch Plätze frei“. sagt Meusel. Auch Kurzzeitpflege wird angeboten.

Das Essen kommt aus der eigenen Küche und auch die Wäscherei ist im Haus. Der Eigenanteil für die Zimmer liegt je nach Pflegegrad zwischen 2421,13 Euro und 2810,50 Euro im Monat. Sollten die eigenen Mittel nicht ausreichen, kann eine Kostenübernahme beim Sozialamt beantragt werden.

Am 5. Oktober gibt es in der Königstraße 73 einen „Tag der offenen Tür“ von 11 Uhr bis 17 Uhr. Kontakt: Margarete Meusel 0174 652 4665.