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Bauernmarkt lockt Tausende ins „Dorp“

Lüttringhausen : Bauernmarkt lockt Tausende ins „Dorp“

In Lüttringhausen steht am Sonntag wieder der Herbst- und Bauernmarkt auf dem Programm. Tausende Besucher werden erwartet. Von 13 bis 18 Uhr haben zudem die Geschäfte in der Altstadt geöffnet.

Fast traut sich Christina Große-Hering vom Marketingrat Lüttringhausen ihre Wetterprognose für das letzte Septemberwochenende gar nicht laut auszusprechen. Sie sagt nur so viel: „In den letzten zwölf Jahren hatten wir nie schlechtes Wetter.“ Statistisch betrachtet stehen die Chancen also gut, dass auch zur 13. Auflage des Herbst- und Bauernmarktes in der Lüttringhausener Altstadt strahlender Sonnenschein herrschen wird.

Dass es der Goldene Herbst gut mit der Veranstaltung meint, ist sicher ein Grund dafür, dass alljährlich Tausende Besucher zum Herbst- und Bauernmarkt auf die Gertenbachstraße und zum Kunsthandwerkermarkt, der das Angebot am Sonntag, 30. September, 11 bis 18 Uhr, auf der Richthofenstraße zum achten Mal abrundet, strömen. Alleiniger Grund ist das Wetter aber natürlich nicht.

„Auf dem Herbst- und Bauernmarkt gibt es fast ausschließlich Produkte, die entweder etwas mit Herbst oder mit Bauern zu tun haben“, formuliert Große-Hering einen banal wirkenden Grundsatz, den das Organisationsteam, das die Lüttringhausenerin zusammen mit Martina Hartman und Claudia Hertel seit vier Jahren bildet, bei den Vorbereitungen befolgt. Handyschalen, elektronische Geräte oder Pfannen, die andere Märkte in Beliebigkeit verkommen lassen, gibt es in Lüttringhausen nicht. „Und dieses Konzept verfolgen wir konsequent. Auch wenn es nicht bei jedem potenziellen Anbieter auf Verständnis stößt“, sagt Große-Hering.

Probleme, die Standflächen zu besetzen, hat der Marketingrat ohnehin nicht. Das Interesse von Händlern, weit über die Stadtgrenzen hinaus, ist riesig, entsprechend vielseitig das Angebot. Auch in diesem Jahr werden knapp 100 Aussteller die Gertenbach- und Richthofenstraße säumen. Darunter viele, die schon seit der Premiere der Veranstaltung dabei sind.

So wie Harald Auer, der mit seiner Apfelsaftpresse aus dem Obst in kürzester Zeit frischen Saft macht. „Die Besucher können auch ihre eigenen Äpfel zu Harald Auer mitbringen“, weiß Christina Große-Hering um den natürlichen Geschmack des Apfelsaftes. Ebenfalls um Geschmack geht es bei Frank Fischer. Der Café-Betreiber aus Hagen reist mit einem Holzofen an. „Darin backt er Kräuterbrot und Stuten nach alten Rezepten. Die Brote gibt’s bei ihm warm aus dem Ofen“, gerät die Mitorganisatorin ins Schwärmen.

Freilich gehören am kommenden Sonntag auch Klassiker wie der Gemüsestand von Hans-Hermann Hagenbeck aus Burscheid zum Sortiment des Bauernmarkts dazu.

Es gehört gewissermaßen zum „Luxus“ der Veranstalter, dass die Mund-zu-Mund-Propaganda zwischen den Marktbeschickern funktioniert. „Wir müssen kaum Akquise betreiben. Oft kommen Händler auf uns zu, weil sie von den guten Erfahrungen ihrer Kollegen in Lüttringhausen gehört haben“, berichtet Große-Hering.

Auch deshalb kann der Marketingrat das Portfolio der bewährten Stände immer mal wieder mit Neuem auffrischen. In diesem Jahr ist das beispielsweise der Crêpes-Stand „Sweet and Tiny“, dessen Betreiber aus der Rheinmetropole Köln ins beschauliche Lüttringhausener Dorf kommen wird.

„Bei dem Stand handelt es sich um einen supersüßen Wohnwagen“, freut sich Christina Große-Hering nicht nur auf den kulinarischen Aspekt.

Für den zeichnet auch wieder Markus Kärst vom Hotel Kromberg verantwortlich. Er ist mit einem Smoker vor Ort und bewirtschaftet den Getränkestand am Ludwig-Steil-Platz. Ein paar Meter weiter wartet dann der Kunsthandwerkermarkt mit selbstgefertigter Kleidung, Heimdekoration, Schmuck und anderer Handwerkerkunst auf die Besucher.

Übrigens: Nicht nur Erwachsene gehören zum Stammpublikum des Marktes. Auch die kleinen Besucher dürfen sich freuen. Unter anderem auf Jenny Dinnebier von der Bausmühle, die mit den Kindern an der oberen Gertenbachstraße Kerzen zieht.

Und auch die Ponys, die aus dem frisch sanierten Park an der Gertenbachstraße auf den CVJM-Platz umziehen, dürften manches Kinderauge beim Bauernmarkt zum Leuchten bringen.