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rem_50 Jahre Versöhnungskirche

Versöhnungskirche : Ein Fest zum 50. Kirchengeburtstag

Ein halbes Jahrhundert prägt die Versöhnungskirche das Stadtbild im Süden. Jetzt wird das Jubiläum gefeiert.

Unübersehbar ragt der Kirchturm der Versöhnungskirche an der Burger Straße seit 50 Jahren dicht an der Straße rund 30 Meter in die Höhe. Ein halbes Jahrhundert prägt die Kirche das Stadtbild im Süden: Zeit für ein Jubiläumsfest. Am 30. September feiert die Evangelische Auferstehungs-Kirchengemeinde Remscheid dieses 50-jährige Bestehen der Versöhnungskirche.

Was beim Bau noch viele kontrovers diskutierten – ein stilistisch extravagantes, gleichwohl schlichtes Betongebäude –, weckt auch heute noch beim aufmerksamen Besucher Bewunderung für den Mut und die Kreativität des Architekten Walter Arns und die tiefe, beseelte Inspiration des beteiligten Künstlers Heinz Heiber. Der Gläubige wird dem Höchsten danken. Inwieweit dieses offene Gebäude alleine die Gemeinde und ihre Führung beeinflussten, über die Grenzen des religiösen Kirchenauftrags tätig zu werden und sich zusammen mit der Stadt für die Menschen im Stadtteil und darüber hinaus einzusetzen, kann nicht bestimmt werden. Aber es sind gerade die unaufdringlichen Details des Gebäudes, die symbolisch auf die Nähe zu den Menschen aufmerksam machen. Pfarrerin Sonja Spenner-Feistauer und Diakon Helmut Spies wirken hier seit 19 und 38 Jahren. Sie machten aufmerksam auf den bewusst offen gelassenen Spalt der Tür, die sich nicht vollkommen schließen lässt. Oder auf das markante kleine Kopfsteinpflaster, auf dem der Besucher von draußen nach drinnen in die Kirche geht und das sich bis zum Altarraum ausbreitet. Heute arbeitet die Gemeinde zusammen mit dem Bürgerverein Rosenhügel, dem Stadtteilbüro und der Nelson-Mandela-Schule. Sie ist präsent im „Bismarckhof“ und seit 2010 gibt es in der Versöhnungskirche eine Ausgabestelle der Remscheider Tafel. Caritas, Gemeindemitglieder und Bürger des Stadtteils unterstützen sie.

„Das ist gelebte Ökumene“, sagte Helmut Spies. Schon früh kannten besonders die Jugendlichen das Gemeindezentrum als den stadtbekannten „Tempel der Jugendarbeit“, kurz „Tempel“. Hier trafen sie sich zwanglos und tobten sich in der Disco aus.

Einen weit über Remscheid hinaus respektablen Ruf erarbeitete sich die Kirchenmusik. Helmut Spies und Kirchenmusikdirektor Christoph Spengler sind hierfür zuständig.

Das Programm am Sonntag beginnt um 11 Uhr mit einem Festgottesdienst. Dazu spielen und singen Christoph Spengler mit Band, der Posaunenchor unter der Leitung von Jörg Martin Kirschnereit und die Kinder der Kita der Gemeinde. Nach Sektempfang mit Fingerfood gibt es eine Talk-Runde, moderiert von Horst Kläuser. Ein Mittagessen folgt. Um 18 Uhr gibt die Band „Falk & Sons“ ein Konzert in der Kirche.