Lokalsport: TV-Fechterinnen holen Bronze bei Mannschafts-DM

Lokalsport : TV-Fechterinnen holen Bronze bei Mannschafts-DM

Das Ratinger Quartett schlug renommierte Fecht-Vereine wie Tauberbischoffsheim und Eislingen.

Vom Außenseiter zum Medaillengewinner: Die Damensäbel-Mannschaft des TV Ratingen erkämpfte sich einen sensationellen dritten Platz bei den Mannschaftwettkämpfen der Deutschen A-Jugendmeisterschaften in Nürnberg.

Lisann Fröse, Sofia Polenske, Lisa Rütgers und Marietta Meka gewannen bereits das Auftakt-Match gegen die Tauberbischoffsheimer Fechterinnen mit 45:30 Treffern. Die Fechterinnen aus dem Olympialeistungszentrum an der Tauber mit der amtierenden Deutschen Meisterin konnten die sauber gesetzten Treffer der Außenseiter aus Ratingen zunächst nicht fassen und ließen mehrmals die Technik überprüfen - doch es half alles nichts, die TV Mädchen siegten souverän.

Die nächste Gefechtsrunde gegen die Equipe aus Künzelsau verloren die Ratinger erwartungsgemäß. Beim Kampf um Platz drei schafften die TV-Mädchen dann die nächste Überraschung: Sie besiegten die auf Platz drei gesetzten Eislinger Fechterinnen mit deutlichem Abstand mit 45:36 Treffern. Dies hatte niemand erwartet, da die Eislinger die derzeit international erfolgreichste Fechterin Deutschlands, Valentina Volkmann, ins Rennen schickte. So eine hochklassige Fechterin entscheidet in der Regel auch das Mannschaftsgefecht, da sie zum Schluss bis 45 Treffer punkten kann.

"Bemerkenswert ist zudem das Alter der Fechterinnen", sagt Vitaliy Chernous, "Lisann, Sofia und Lisa sind der jüngste reguläre Jahrgang, der bei der A-Jugend fechten darf." So kann sich der TV Ratingen auch künftig auf Medaillen bei hochklassigen Turnieren freuen.

Die gute Form der Ratinger Fechter hatte sich bereits am Vortag angekündigt: Fröse erkämpfte sich einen hervorragenden siebten Platz Polenske wurde 14., Rütgers 20. und Meka 21. - also platzierten sich alle vier Mädchen unter den besten 24. deutschen A-Jugend-Fechterinnen. Lea Philippi, die erst seit zwei Jahren ficht, wurde immerhin 55. "Der Erfolg der Kinder ist das Ergebnis von großem Trainingsfleiß und Disziplin", sagt Vitaliy Chernous.

(RP)