Lokalsport: Goose-Necks müssen Top-Werfer stoppen

Lokalsport: Goose-Necks müssen Top-Werfer stoppen

Am Sonntag spielt der Baseball-Zweitligist gegen Neunkirchen. Pitcher von der Heide ist verletzt.

Zwei Wochen, nachdem die Ratinger Goose Necks auf heimischen Platz in der Partie gegen Bundesliga-Absteiger Dortmund Wanderers vom Regen gestoppt wurden, geht es für die Baseballer in der 2. Bundesliga Nord-West am Wochenende endlich wieder weiter. Am Sonntag sind die Neunkirchen Nightmares zu Gast auf dem New Hermann's Field (12 Uhr und 15.30 Uhr).

"Ich glaube, die Ausgangslage ist ähnlich wie letztes Jahr. Überraschenderweise ist Neunkirchen das einzige Team, das gegen Solingen (Letzter) verloren hat. Zwei Siege sind für uns auf jeden Fall wahrscheinlicher als zum Beispiel gegen Dortmund", sagt Spielertrainer Malte Kuklan zuversichtlich.

Auf die Ratinger wartet vor allen Dingen in der zweiten Begegnung des Doubleheaders eine riesengroße Herausforderung. Dann werden die Nightmares ihren Top-Pitcher Joshua Taylor Wyant auf dem Wurfhügel starten lassen, der die besten Statistiken der Liga vorweist. "Er ist einer dieser US-Importspieler, die hier arbeiten und gleichzeitig Baseball spielen. Wir brauchen nicht drumherum reden, dass Pitcher aus den USA eine gute Qualität haben", erklärt Kuklan.

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Die "Stats" des US-Amerikaners haben es tatsächlich in sich. In 26 Innings gelangen Wyant 39 Strikeouts, zudem gehen im Schnitt nur 0,69 der erzielten Runs des Gegners auf sein Konto - beeindruckend. Doch Kuklan und seine Mannschaft haben einen Plan, wie sie sich gegen diese scheinbare Übermacht stemmen können. "Wir wollen selber wenig Punkte zulassen. Die Offense von Neunkirchen ist nicht so stark. Drei Schlagleute schlagen über .350, danach ist der Abfall deutlich", erläutert Kuklan, "Wir wollen diese Jungs unter Kontrolle halten und nicht mit Läufern auf den Bases Schaden anrichten lassen. Das heißt für unsere Pitcher viele klare Würfe abzufeuern und den Gegner arbeiten zu lassen am Schlag."

Wer die Schlagmänner arbeiten lassen soll, darüber hat sich Kuklan "noch keine endgültigen Gedanken gemacht". Top-Pitcher Felix von der Heide, der normalerweise im ersten Spiel auf dem Wurfhügel startet, hat sich im Training an der Schulter gezerrt und musste drei Einheiten aussetzen. "Felix kann wohl spielen. Ob er pitchen kann, steht aber noch nicht fest. Es ist eine schwierige Situation. Wir müssen schauen, wie er sich am Sonntag fühlt", sagt Kuklan und ergänzt: "Setzen wir ihn zu früh ein, dann verlieren wir ihn nicht nur für die zwei Spiele, sondern eventuell noch viel länger."

Ansonsten kann Spielertrainer Kuklan auf das komplette Stammpersonal zurückgreifen und blickt optimistisch auf die Partie: "Wir haben an Feinheiten gearbeitet in den beiden Wochen ohne Spiel. Zudem haben wir noch gegen unsere Pitcher Schlagtraining gemacht. Wir sind gut vorbereitet."

(RP)