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Bundesrat beschließt Ausnahmen bei Grundrechtsbeschränkungen

Sport in der Pandemie : Mehr Outdoor-Sport für Geimpfte und Genesene möglich

Geimpfte und von Covid-19 Genesene erhalten Ausnahmen von den Grundrechtsbeschränkungen – auch im Sport. Noch gibt es aber keine klare Verordnung, wie die Vereine damit umzugehen haben. Ihnen bleibt bis dahin nur die Interpretation – wie beim TV Ratingen.

Nachdem der Bundesrat am Freitag zugestimmt hatte, dass es für Geimpfte und von Covid-19 Genese Erleichterungen geben wird, wollten Mitglieder zum Beispiel vom TV Ratingen wissen, ob sie nun wieder bei ihm Sport treiben können. Immerhin heißt es von der Bundesregierung: „Die Beschränkungen, dass kontaktloser Individualsport nur allein, zu zweit oder mit Angehörigen des eigenen Haushalts möglich ist, sind für Geimpfte und Genesene aufgehoben.“

Allerdings spricht ein Aspekt der weiterhin gültigen Corona-Schutzverordnung dagegen. Dort heißt es: „Organisiertes Sporttreiben unter Anleitung ist untersagt.“ Nun ist nicht nur Lena Kreft vom TV „gespannt, ob dieser Satz nun für Geimpfte und Genesene rausfällt. Wir hoffen es, müssen aber die Verordnung abwarten.“ Bis dahin bliebe den Vereinen nur die Interpretation. Und die lautet beim TV so: „Wir dürfen zum Beispiel unsere Fitnessstudios aufgrund dieses Passus in der Corona-Schutzverordnung nicht öffnen“, sagt Kreft. „Aber in unserem Outdoor-Fitness-Studio dürfen Geimpfte nun mit so vielen anderen Geimpften trainieren wie sie wollen und nicht mehr nur maximal zu zweit.“

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Dafür braucht es dann einen Impfausweis oder den Nachweis, dass eine Covid-19-Erkrankung mindestens 28 Tage und maximal sechs Monate zurückliegt. Letzteres gelte auch für Kinder, die zusätzlich zu den bislang erlaubten fünf draußen Sport treiben könnten. „Das ist unsere Interpretation. Wir informieren ansonsten fortlaufend auf unseren Kanälen und setzen alles, was wir dürfen, direkt um“, sagt Kreft.

(ame)