Ratingen: Über undichte Wartungsluken war das CO-Gas ins Innere der Schulbusse geströmt.

Kohlenmonoxid-Unfall : Schulbusse sind wieder im Einsatz

Über undichte Wartungsluken war das CO-Gas ins Innere geströmt.

(JoPr) Die Ursache für die beiden Kohlenmonoxid-Vergiftungsunfälle in Schulbussen ist nach Angaben der Polizei geklärt: Inspektionsluken in den Bussen seien nicht ordnungsgemäß verschlossen gewesen, sagte Daniel Uebber von der Pressestelle der Kreispolizei. In der vergangenen Woche sei das Gutachten des Sachverständigen vorgelegt worden. Danach seien die Gummidichtungen der Revisionsdeckel im Fahrzeugboden porös gewesen. Die Schrauben hätten die Deckel nicht mehr richtig verschließen können. Über solche Inspektionsluken gelangen Techniker an den Motorraum. Offensichtlich waren von dort die giftigen Gase in den Fahrzeuginnenraum gelangt. Kohlenmonoxid (CO) ist geruchlos und hochgiftig.

Wie berichtet, hatte es zwei Unfälle im Schülerspezialverkehr zwischen der Käthe-Kollwitz-Realschule in West und der Dependance in Lintorf gegeben: Etliche Schüler klagten nach Busfahrten jeweils über Unwohlsein, die Feuerwehr gab jeweils Großalarm. Einige der Kinder mussten zur Druckbehandlung in die Uni-Klinik gebracht werden. Zuletzt waren bei 24 Kindern Werte für Kohlenmonoxid im Blut nachweisbar. Die Stadt stellte zunächst den Schulbusverkehr ein.

Die Stadt teilte gestern mit: „Nachdem es zuletzt im Rahmen des Schülerspezialverkehrs zwei Vorfälle gegeben hatte, bei denen mehrere Schulkinder von einer Vergiftung mit Kohlenmonoxid betroffen waren, hat die Stadt Ratingen weitgehende technische und kontrollierende Maßnahmen von dem beauftragten Busunternehmen gefordert.“ Das Busunternehmen habe nun auch schriftlich bestätigt, dass seine Fahrzeugflotte in der Meisterwerkstatt einer gesonderten Zwischenprüfung unterzogen wurde. Insbesondere seien „alle Bodenplatten im Inneren der Busse kontrolliert, auf Dichtigkeit geprüft und fest verriegelt worden“. „Des Weiteren waren die Prüfer der Bezirksregierung Düsseldorf – Amt für Arbeitsschutz – vor Ort und haben keine Mängel an den Fahrzeugen festgestellt, so dass der Schülerspezialverkehr mittlerweile wieder voll in Anspruch genommen werden kann“, so das Schulverwaltungsamt.

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