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Heiligenhaus: Neues Geschäft an der Hauptstraße

Neues Geschäft : Mode umgeben von Familienerinnerungen

Kati Maier hat an der Hauptstraße 139 ihre Filiale von „Kati's Fashion“ eröffnet. Das Ladenlokal, in dem zuvor ein Brautmodengeschäft war, sprach sie sofort an.

„Es gibt Menschen, die sagen mir, wie mutig sie es fänden, in diesen Zeiten ein neues Geschäft zu eröffnen, aber ich antworte dann immer: Wenn nicht jetzt, wann dann?“ Kati Maier steht in ihrem neuen Ladenlokal an der Hauptstraße 139 und schaut sich um. Wie es aussehen soll, hier im Geschäft direkt gegenüber des Pastoralbüros St. Suitbertus, über dem nun ihr Logo und der Name „Kati‘s Fashion“ prangt, das war ihr schon beim ersten Besuch klar.

Seit dem Jahr 2018 hatte sie nämlich immer diese Idee im Kopf, zusätzlich zu ihrem Laden in Neviges, den sie seit dem 13. Juni 2015 führt, ebenfalls eines in Heiligenhaus zu eröffnen. „Ich habe Kunden aus Heiligenhaus, die immer wieder gefragt haben, wann ich her komme. Ich habe mir dann Ladenlokale angeschaut, die aber nicht gepasst haben.“ Eine Kundin, die nun in Sichtweise arbeitet, habe dann geholfen und erzählt, dass Räumlichkeiten, in denen bis vor kurzem noch Brautmoden verkauft wurden, frei stünden.

An einem Samstag erfuhr Kati Maier mehr dazu im Internet, „am Montag war dann auch schon der Besichtigungstermin und vom Moment an, in dem ich hier rein kam, war klar, dass ist genau der richtige Platz. Das habe ich sofort gespürt.“ Die Lebhaftigkeit auf der Hauptstraße und die Parkplätze vor den Läden seien ihr aufgefallen, wie sie gestern erzählte, als Annelie Heinisch, Sprecherin des Stadtmarketing-Arbeitskreises „Handel“ und Peter Parnow, Chef der Wirtschaftsförderung, ihre Glückwünsche zur Neu-Eröffnung überbrachten.

Die beiden freuen sich, dass es nun zwischen den Kirchen keinen nennenswerten Leerstand in der Innenstadt gebe. „Es freut mich, dass dieses Ladenlokal so zügig wieder belebt wurde“, so Parnow. Für ihre Nevigeser Kunden hat Kati Maier ebenfalls eine gute Nachricht: Alles soll beim alten bleiben, verspricht Maier. Und ein Versprechen hat sie auch für die Heiligenhauser Kundinnen im Gepäck: „Eine ehrliche Beratung. Denn man muss sich wohl fühlen mit dem, was man trägt.“ Sowohl ihre beiden Töchter, die Mitte 20 sind, als auch Frauen in gesetzterem Alter würden bei ihr fündig, sagt die Inhaberin und bietet Mode in den Kleidergrößen 34 bis 60.

Und auch Frauen mit mehr Rundungen sollen hier schöne Kleidung „mit ein bisschen Pepp finden.“ Da ein Schuhgeschäft derzeit fehle, habe sie eine kleine Auswahl an Frauenschuhen ins Sortiment genommen. Inmitten der Damenkleidung, die hier an den Bügeln hängt, hat sie aber auch viele kleine Details drapiert. Zum Beispiel Fotos „ihrer Mädels“, zu denen nicht nur ihre Töchter, sondern auch Freundinnen und Unterstützer gehören, mit denen sie in Neviges auf einem langen roten Teppich eine Modenschau veranstaltet und viel Spaß dabei gehabt haben.

Und direkt darunter hat sie Bilder ihrer Familie aufgehangen, ihre „Ahnengalerie“, wie sie es selbst nennt. Kati Maier stammt aus der im Niederbergischen verwurzelten Familie Batz. Ihr Großvater Eugen Batz war ein deutscher Maler und Fotograf. Als Schüler des Dessauer Bauhaus war er unter anderem Schüler von Wassily Kandinsky und Paul Klee. Wer mehr darüber erfahren will, für den liegt ein Buch über seine Kunst parat.