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Radevormwald: Bald DSL für 1639 Haushalte

Radevormwald : Bald DSL für 1639 Haushalte

Der Stadtrat hat am Dienstag die Weichen dafür gestellt, dass das Unternehmen Unitymedia im kommenden Jahr große Teile der Wupperorte so mit Kabeln versehen kann, dass dort schnelles Internet genutzt werden kann.

Gute und weniger gute Nachrichten hatte gestern Bürgermeister Dr. Josef Korsten aus dem nichtöffentlichen Teil der Ratssitzung mitzuteilen. Positiv: Mit Unitymedia hat die Stadt ein Unternehmen gefunden, das im kommenden Jahr 1639 Haushalte der Wupperorte so verkabeln wird, dass schnelles Internet dort gewährleistet wird.

Seit Jahren kämpfen Bürger und Unternehmen aus den Wupperortschaften darum, dass dort durch neue Leitungen die Grundlagen für schnelles Internet gelegt werden. Eine erste Ausschreibung blieb ergebnislos, weil auf die Stadt zu hohe Kosten zugekommen wären.

63 Haushalte bleiben außen vor

"Für einige Haushalte werden wir die Leitungen aber auch in Zukunft nicht zur Verfügung stellen können, weil dies unverhältnismäßig teuer würde", sagte der Bürgermeister. Betroffen davon sind 63 Haushalte in den Ortslagen Alt-Herkingrade, Grunewald, Neuland und Teile von Niederdahl bis Oberdahl. Ein weiterer schwarzer Fleck auf der Liste werden die beiden Orte Krebsöge und Wilhelmstal sein.

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"Für diese Bereiche hat es bei der zweigeteilten Ausschreibung keine Angebote gegeben", sagte Korsten und ergänzte, dass man dort weiterhin und in Zukunft auf andere technische Verfahren zurückgreifen müsse.

Zu der Beschränkung einer Breitbandverkabelung auf die größten Ortslagen sagte der Bürgermeister, dass die Stadt einen Landeszuschuss nur bekommt, wenn das Angebot für die Verkabelung bei unter 200 000 Euro liegt. "Das haben wir durch den Verzicht einer Verkabelung der außerhalb gelegenen Bereiche geschafft. Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFG), die das Verfahren vorangetrieben hat, beantragt vom Land eine 90-Prozent-Förderung", sagte Korsten.

Zu den Kosten für die 63 Haushalte und die Orte Krebsöge und Wilhelmstal sagte Korsten, dass eine Verkabelung dort noch einmal knapp 200 000 Euro koste. Diese Summe müsste die Stadt alleine aufbringen, da es keine Fördermittel gebe. Das sei aus dem städtischen Haushalt nicht zu stemmen. Die Bürger der Wupperortschaften hatten bei einer Umfrage 2010 den Bedarf für ein schnelles Internet dokumentiert. Die Kommunalaufsicht hat der Stadt darauf hin zugesichert, dass sie die restlichen knapp 20 000 Euro aus dem städtischen Haushalt tragen darf.

Start der Arbeiten 2012

Zum weiteren Verfahren sagte Korsten, dass die WFG jetzt unmittelbar den Antrag der Bezirksregierung in Köln übermitteln wird. "Ich gehe davon aus, dass mit den Tiefbauarbeiten im kommenden Jahr unmittelbar nach der Winterperiode begonnen wird, da dem Unternehmen jede Verzögerung Geld kosten wird", sagte er.

(RP/rl)