1. NRW
  2. Städte
  3. Radevormwald

Radevormwald: Verbundschule – Konzepte jetzt anpassen

Radevormwald : Verbundschule – Konzepte jetzt anpassen

Nach der Entscheidung des Stadtrates für die Verbundschule Bergerhof-Wupper zum Sommer 2012 können die beiden Schulleiter Sonja Ebbinghaus (Bergerhof) und Rainer Schaumburg (Wupper) mit ihren "Schulaufgaben" zur Vorbereitung der Verbindung der beiden Grundschulen beginnen.

Schaumburg wird zum Schuljahresende 2011/2012 in Pension gehen, Ebbinghaus die Leitung der Verbundschule mit zwei Schulstandorten übernehmen.

 Sonja Ebbinghaus leitet zurzeit die GGS Bergerhof.
Sonja Ebbinghaus leitet zurzeit die GGS Bergerhof. Foto: dörner (archiv)

Schulprogramme annähern

"Ich glaube, das ist eine gute Entscheidung für die Stadt. Durch den frühen Zeitpunkt ist ein gleitender Übergang möglich", sagte gestern Schulrätin Angelika Freund aus Gummersbach, mit der das Verfahren im Vorfeld einvernehmlich abgesprochen worden war. So werde verhindert, dass die Schüler der Wupperortschaften eines Tages schon ab Klasse eins zu einer anderen Schule in der Stadt fahren müssten. Zwar würden die beiden Schulen verbunden, sie behielten aber trotzdem ihre Eigenständigkeit. Diese wäre nur gefährdet, wenn eine Schule über einen längeren Zeitraum weniger als 18 Schüler pro Jahrgang vorweise. "Das ist aber für die Grundschule Wupper nicht zu erwarten", sagte Freund.

Die erste Verbundschule entsteht in den nächsten Wochen in Gummersbach-Dieringhausen. Freund vermutet, dass angesichts sinkender Schülerzahlen Verbundschulen oder auch Überführungen von einer Schule in eine andere wie bei der GGS Blumenstraße und der GGS Stadt bald häufiger ein Thema sein werden.

  • Radevormwald : Grundschule Bergerhof-Wupper mit zwei Aktionen
  • Niklas Lajewski ist Ansprechpartner zum Thema
    Stadt Radevormwald weist auf Vorträge hin : Energiesparen – hier gibt‘s Tipps
  • Viele Besucher flanierten an den Ständen
    Großer Andrang in der Radevormwalder Innenstadt : Ferienspaß-Finale mit einem Flohmarkt

"An abgelegenen Standorten ist die Verbundschule eine Alternative zur Zusammenlegung, die bis zu einer Entfernung von zwei Kilometern zwischen den Schulen befürwortet wird", sagte die Schulrätin.

In den kommenden Wochen und Monaten werden die beiden Schulleiter und die Kollegen über die Schulprogramme sprechen. "Der Vorteil ist, man braucht nichts über das Knie zu brechen und kann die Programme im Laufe der Zeit über einen längeren Zeitraum Stück für Stück annähern", sagte die Schulrätin. Ein weiterer Vorteil sei in Zukunft eine flexiblere Vertretungssituation durch die Lehrer.

Hilfe durch die Stadt

Während für die pädagogische Seite der Verbindung die Schulleiter verantwortlich sind, wird die Stadt als Schulträger bei Bedarf bei der Abwicklung einzelner Aufgaben logistische Hilfe leisten. Bürgermeister Dr. Josef Korsten zeigte sich im BM-Gespräch erfreut darüber, dass der Verbund geräuschlos in der Vorbereitung gebildet werden konnte und jetzt genügend Zeit gegeben ist, die Veränderungen vorzubereiten.

(RP/rl)