Neuss rechnet mit steigenden Zahlen bei Kleingärtnern

Stadtverband der Neusser Kleingärtner wählt: Kleingärten bei Familien populär

Jahreshauptversammlung des Stadtverbands der Kleingärtner bestätigt Vorstand.

Am „Tag des Gartens“ hatte der Stadtverband der 28 Neusser Kleingartenvereine am Sonntag alle Vorstände ins Vereinsheim Deutsche Scholle gebeten. Gemessen an den 18 Tagesordnungspunkten dieser Mitgliederversammlung und der großen Teilnehmerzahl – Vorstände von 25 Vereinen und Gäste aus der Stadtverwaltung waren gekommen –  gestaltete sich das Treffen äußerst harmonisch. So wurde der komplette Stadtverbandsvorstand um den Vorsitzenden Friedhelm Doll und Stellvertreterin Janet Kremkau einstimmig wiedergewählt und die Zusammenarbeit mit Rat und Stadtverwaltung außerordentlich gelobt: „Die Abstimmung funktioniert in Neuss – das sollte man nicht unterschätzen“, sagte Hans-Jürgen Schneider, Vorsitzender des Landesverbands Rheinland der Gartenfreunde.

Auch die Zahlen des Neusser Dachverbands, der seit 90 Jahren besteht, können sich sehen lassen: „Wir blicken auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück – mit 15.000 geleisteten ehrenamtlichen Arbeitsstunden für die Pflege öffentlichen Grüns und nur 0,4 Prozent Leerstand“, verkündete Doll, der auch Stellvertretender Vorsitzender des Landesverbands ist. 2017 wurden 87 Kleingärten neu verpachtet. „In 20 Jahren wird es nicht, wie befürchtet, weniger, sondern mehr Kleingärtner als heute geben“, so seine Prognose. Besonders junge Familien seien vermehrt an den Parzellen der Vereine interessiert, was sich auch in einer Verjüngung des Vorstands niederschlage. „Allerdings mussten wir vermehrt wahrnehmen, dass Vorstände nach kurzer Amtszeit wieder zurücktreten“, räumt er ein. „Sehen Sie Ihre Wahl und das Vertrauen der Gärtner in Sie als Ehre an“, gibt er den Vorständen mit auf den Weg. Bei einem solchen Amt sei Geduld gefragt: „Perfekte Vorstandsarbeit beherrscht man nicht gleich am ersten Tag.“ Know-how über Datenschutz oder Pachtrecht etwa müsse erst erworben werden. Hierbei helfen Schulungen des Landes- und Stadtverbands, bemerkte Doll.

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Freuen können sich Gartenbesitzer über neue Fördermöglichkeiten vom Land, verkündete der Landtagsabgeordnete Jörg. Geerlings (CDU). Er war ebenso Gast der Versammlung wie Umweltdezernent Matthias Welpmann. „Kinder schaffen insektenfreundliche Gärten“, heißt ein Landes-Förderprojekt, für das sich Pächter bewerben können, in deren Gärten Kinder eine Insektenwiese oder Ähnliches anlegen, erklärte Doll.

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