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Neuss: Bombe ist erfolgreich entschärft worden

Neuss : Bombe ist erfolgreich entschärft worden

Die am Mittwoch im Neusser Hafen gefundene Fliegerbombe aus dem Zweiten, Weltkrieg ist am Donnerstagmorgen erfolgreich entschärft worden. Um 9.35 Uhr gab Sprengmeister Peter van Eck Entwarnung.

Das befürchtete Verkehrschaos war ausgeblieben. Nur ein knappes Dutzend Lastwagen mit Ziel Neusser Hafen mussten auf dem zur Verfügung gestellten Geländer auf dem Kirmesplatz parken. Die Stadt führte das auf die gute Informationspolitik zurück. Das Gelände war bereits ab 7 Uhr von der Polizei weitläufig abgesperrt worden.

Um 9.05 Uhr hatte Sprengmeister Peter van Eck mit der Entschärfung begonnen, zuvor hatte der Leiter der Flugsicherung noch angefragt, ob es zur Entschärfung keine Alternative gebe. Der Grund: Wegen der Wetterlage konnte der Düsseldorfer Flughafen aus Richtung Essen nicht angeflogen werden.

Während der Entschärfung der Fliegerbombe darf über dem entsprechenden Gebiet auch nicht geflogen werden. Das bedeutete am Donnerstagmorgen, dass während der Entschärfung in Neuss keine Maschine auf dem Düsseldorfer Flughafen landen konnte.

Sprengmeister van Eck entschied, dass die Bombe entschärft werden muss und machte sich ans Werk. Er versuchte dabei das Zeitfenster der Luftraumsperrung so gering wie möglich zu halten. Als er um 9.35 Entwarnung gab, konnten nach einer halben Stunde dann auch wieder Maschinen in Düsseldorf landen.

140 Betriebe im Neusser Hafen waren wegen der Entschärfnung für Stunden von der Außenwelt abgeschnitten und mussten ihre Arbeit einstellen. Mehrere Hundert Mitarbeiter und 75 Anwohner mussten das gefährdete Gelände verlassen. Die Wasserpolizei sperrte zudem die Zufahrt zum Neusser Hafen.

Die Bombe war am Mittwoch gefunden worden, weil die Firma Rosenberger am Neusser Hafen auf einem Gelände investieren wollte. Vor der Herrichtung des Grundstückes, auf dem ein computergesteuerter Schwerlastkran mit einer Hebeleistung von 50 Tonnen demnächst stehen soll, wurden Luftbildaufnahmen aus amerikanischen Militärarchiven untersucht.

Der Verdacht, dass dort noch ein Blindgänger liegen könnte, bestätigte sich bei Sondierungsbohrungen. Allerdings musste der Bagger tief graben, bevor er die Bombe fand. Sie war aufgrund ihres Gewichtes fast fünf Meter tief ins Erdreich gedrungen.

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