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Neuss: Karikaturist Küfen zeigt seine Stadt

Neuss : Karikaturist Küfen zeigt seine Stadt

Seine Karikaturen zu Neuss und Neusser Themen sind begehrte Sammlerstücke – bei der Themen-Tour am Samstag zeigt Wilfried Küfen auf Einladung von Neuss Marketing und NGZ seine ganz persönlichen Erinnerungsorte in der Stadt.

Diesmal ist er selbst das Motiv. Gewöhnlich ist es Wilfried Küfen, der seine präzisen Beobachtungen frech und humorvoll, aber nie verletzend auf den Punkt bringt – am Samstag muss er es sich gefallen lassen, selbst im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu stehen. Dann nämlich führt der redegewandte Karikaturist, der allwöchentlich in der Samstagsausgabe der NGZ Neusser Themen gekonnt zeichnet, die Teilnehmer seiner Themen-Tour an Plätze und Orte, die er mit wichtigen Stationen seines Lebens, schönen Erinnerungen oder einfach nur netten Anekdoten verbindet.

Und da zur Reihe "Neusser Ecken" ein Fotowettbewerb gehört, werden sich die Kameraobjektive immer wieder auch auf den Zeichner richten. Mit einem wie ihm muss es lustig werden: Der Mann, auf dessen humorvollen Schützenfest-Wimmelbildern nie die von einer Fliege umkreisten Pferdeäpfel fehlen dürfen, lebt heute nur wenige Meter von der Breite Straße entfernt, wo er 1952 geboren wurde. Der Brunnen im Rosengarten und der Stadtgartenweiher sind ebenso wie das Schwann-Denkmal hinter der Alten Post "Kindheitsplätze", zu denen Wilfried Küfen manches Erlebnis einfällt. Bei seinem Rundgang wird er auch einen Abstecher zu der kleinen Geländeneigung unternehmen, die er und seine Spielkameraden den "Hügel Millowitsch" nannten und zur Kastanienzeit im Herbst auf dem Hosenboden herunterrutschten. 1961 verschlug es die Familie ins Viertel "henger de Bahn", dennoch spielte sich Küfens Alltag spätestens ab 1968 wieder in der Innenstadt ab, als er beim Kaufhaus Rud. van Endert eine Lehre zum Schaufenstergestalter begann. An das eindrucksvolle Gebäude gleich neben dem Neusser Rathaus erinnert heute wenig, doch Küfen denkt offenbar gern an die Jahre zurück, als Preisschilder noch kunstvoll von Hand gemalt wurden und Ausbilder Ludwig Althaus ihn häufig mit Aufträgen zur Hauptpost schickte.

An der heutigen Schule für Kunst und Theater im Kulturforum Alte Post ist der studierte Grafik-Designer als Dozent tätig und unterrichtet Jugendliche im Comiczeichnen. Von dort sind es nur wenige Schritte zur Michaelstraße, wo Konditormeister Michael Wegel seine Interpretation der "Neusser Ecken" bereithält.

Noch bis Herbst laden Neuss Marketing und NGZ unter dem Titel Neusser Ecken alle zwei Wochen zu Touren ein, die den Neussern einen neuen Blickwinkel auf ihre Stadt eröffnen. Ausgerüstet mit der Fotokamera, erkunden die Teilnehmer zu Fuß oder per Rad bekannte wie verborgene "Neusser Ecken" – begleitet von Kennern der Stadt, die neben Faktenwissen auch ein persönliches Neuss-Erleben vermitteln.

(NGZ)