Ausstellung in Neukirchen-Vluyn: So wird Metallschrott zum Problem

Ausstellung in Neukirchen-Vluyn: So wird Metallschrott zum Problem

Im Foyer des Neukirchener Erziehungsvereins ist nun die NRW-Wanderausstellung "Aluminium, Gold, E-Schrott. Kein Glanz ohne Schatten" in Verbindung mit umweltpädagogischen Projekten des Neukirchener Berufskollegs eröffnet worden.

Nach der Begrüßung durch Direktor Hans-Wilhelm Fricke-Hein stellte Hannelore Schnapp, Fachlehrerin des Neukirchener Berufs-kollegs, den Rohstoff Aluminium in den Mittelpunkt ihres Eröffnungsstatements. "Aluminium - der Stoff aus dem die Träume sind?" fragte sie und sagte weiter: "Er ist leicht, wärmeisolierend, hoch erhitzbar - einfach multifunktionell. Verkörpert dieser wichtige Rohstoff nicht das, wofür wir in Europa, in Deutschland stehen?"

Die Verbraucher seien wenig daran interessiert, welche Folgen Aluminium für die Gesundheit habe oder an den versteckten Mengen des Rohstoffes in den Dingen unseres täglichen Lebens wie Getränkeverpackungen, Pflegemittel, Alufolien, Getränkedosen. Ganz zu schweigen von den ökologischen Problemen weltweit, die Aluminium bei der Herstellung und Entsorgung schafft. Ihr Fazit: " Aluminium - der Stoff, aus dem die Alpträume sind. Zu dieser Feststellung würden die Menschen in Südamerika oder Westafrika kommen, die mit den Folgen unseres Konsums an Aluminium täglich auf schlimmste Weise konfrontiert werden."

Danach präsentierten Studierende der Praxisintegrierten Ausbildung (PiA) vier Projektarbeiten zur Aluminiumherstellung, zu weltweiten Auswirkungen, verstecktem Konsum im Alltag und zu Alternativen. Auf Schauwänden entstanden Bilder und Kollagen, die den Abbau, die Herstellung und die Entsorgung von Aluminium in den Ländern der Dritten Welt darstellen.

Darüber hinaus entwickelten sie für ihre Gruppen umweltpädagogische Projektideen und-konzepte für die Praxis mit wertvollen Anregungen für den alltäglichen Gebrauch: Schulbrote in Brotdosen und nicht in Alufolie oder anstelle des neuesten Handy-Modells das alte länger nutzen. Aber vor allem E-Schrott richtig recyceln und nicht in die Restmülltonne. In der Praxisintegrierten Ausbildung absolvieren die Studierenden berufsbegleitend zwei Tage Schulunterricht im Neukirchener Berufskolleg, die anderen Wochentage sind sie vor Ort in ihren Einrichtungen und Diensten.

(RP)