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Nettetal: Auf gezackten Blättern gegen Drogen

Nettetal : Auf gezackten Blättern gegen Drogen

Die Briefmarkenfreunde Nettetal laden ein zu ihrem 62. Niederrhein-Großtauschtag in der Nettetaler Gesamtschule.

Briefmarkensammlern hängt sehr zu Unrecht der Ruf nach, sie seien weltfremd. Wie sehr sie in der Mitte des Lebens stehen, beweisen sie am kommenden Sonntag, 27. April. Zum 62. Niederrhein-Großtauschtag organisieren die Briefmarkenfreunde Nettetal eine Sonderschau, die sich mit philatelistischen Motiven zum Thema Drogen und Drogenbekämpfung befasst. Die bunt bedruckten Blättchen mit gezahnten Kanten vermitteln gesellschaftspolitische Botschaften - wie oft in der Philatelie.

In den Räumen der Nettetaler Gesamtschule an der von-Waldois-Straße 6 in Breyell dreht sich beim Frühjahrs-Großtauschtag selbstverständlich alles wieder um Briefmarken, Münzen, Ansichtskarten, philatelistisches und numismatisches Zubehör.

Die Briefmarkenfreunde wollen an diesem Tag nicht unter sich bleiben, sondern laden Gäste und grundsätzlich interessierte Besucher ein, sich umzuschauen und Fragen zu stellen. Unter den erwarteten etwa 300 Philatelisten vom Niederrhein und aus den Niederlanden sind Experten, die kostenlos vermeintliche oder wahre Schätze von Besuchern taxieren. Gerne beraten sie sie auch mit ihrem Wissen und Erfahrungen.

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Ein Schwerpunkt der Ausstellung ist die Thematik "Drogenprävention". Beim 62. Niederrhein-Großtauschtag eröffnet der Verein den "Welt-Anti-Drogen-Tag 2014" mit einer großen Briefmarkenausstellungs- und Werbeschau zum Thema "Bekämpfung des Rauschmittelmissbrauchs". Der Aussteller ist Peter Zimmermann vom Verein "Impuls-Dialog Philatelie". "Mit der in Nettetal präsentierten Sammlung hoffen wir, Verständnis für die Suchtkranken und Interesse für die Abstinenz- und Selbsthilfegruppen zu wecken. Nicht zuletzt ist es zahlreichen Institutionen und Vereinigungen zu verdanken, dass sie sich dieses Problems seit Jahrzehnten annehmen und mit ihrer vielfältigen Arbeit erhebliche Erfolge aufweisen können", sagt er.

Es solle mit der Ausstellung auch auf Gefahren des Genusses von Drogen hingewiesen werden, beispielsweise unter Alkoholeinfluss am Steuer eines Fahrzeugs oder auch die Zerstörung der Gesundheit durch den Konsum unterschiedlicher Drogen. "Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass das Problem nicht durch Briefmarken oder Poststempel zu lösen ist. Es soll aber ein Mittel zum Zweck sein, und daher sollten keine Mühen gescheut werden.

"Durch das Medium der Philatelie möchten wir möglichst viele Menschen an die Suchtproblematik heranführen, Zusammenhänge zeigen und Hilfsmöglichkeiten benennen", ergänzt Zimmermann. "Vielleicht lässt sich mancher Besucher auch dazu anregen, sich dem Hobby der Philatelie zuzuwenden, das auch eine Sucht zu werden vermag", meint er schmunzelnd.

Der "Weltdrogentag", offiziell wird er übrigens "Internationaler Tag gegen Drogenmissbrauch und unerlaubten Suchtstoffverkehr" genannt, findet jährlich am 26. Juni statt. Die Philatelisten ziehen ihn vor, weil ihnen die Ausstellung zur verfügung steht. Sie regen an zu schauen, wie interessant, abwechslungsreich und informativ ihre Freizeitbeschäftigung sein kann. Die Briefmarkenfreunde bieten eine "Schnupper-Mitgliedschaft" an: ein volles Jahr zum halben Mitgliederpreis mit allen Leistungen.

(RP)