1. NRW
  2. Städte
  3. Moers

Moers: Erdgeschoss nach Brand in Asylheim unbewohnbar

Moers : Erdgeschoss nach Brand in Asylheim unbewohnbar

Nachdem in der Asylbewerberunterkunft an der Franz-Haniel-Straße am Dienstag ein Feuer im Erdgeschoss ausgebrochen ist, hat die Polizei in Absprache mit der Staatsanwaltschaft nun einen Brandsachverständigen hinzu gezogen, um die genaue Ursache ermitteln zu können.

Dies bestätigte gestern Polizeisprecher Franz-Josef Kuhmann: "Dieser Sachverständige wird sich am Donnerstag vor Ort umschauen und dann seine Schlüsse ziehen. Wir können daher voraussichtlich vor Freitag keine weiteren Erkenntnisse bekannt geben." Allerdings könne man bereits zum jetzigen Zeitpunkt einen ausländerfeindlichen Hintergrund ausschließen.

Bei dem Feuer in einem Zimmer des Asylbewerber-Wohnheims waren am Dienstagabend keine Personen zu Schaden gekommen, allerdings wurde das Erdgeschoss erheblich in Mitleidenschaft gezogen. "Insgesamt sind derzeit acht Zimmer des Erdgeschosses unbewohnbar", legte Stadtsprecher Thorsten Schröder gestern dar. Unter anderem auch deshalb, weil manche Zimmer derzeit polizeilich versiegelt seien. "Da dürfen wir erst nach Abschluss der Ermittlungen wieder hinein." Erst dann ließen sich auch die entstandenen Kosten genauer beziffern.

Die betroffenen Bewohner würden nun zunächst auf die Räume in der dritten Etage verteilt. Insgesamt handle es sich um 16 Asylbewerber, die erst einmal umziehen müssten. "Sollten die betroffenen Räume so stark in Mitleidenschaft gezogen worden sein, dass dort aufwendige Reparaturen vorgenommen werden müssten, würden wir die Möglichkeit in Betracht ziehen, einen Teil der Bewohner in die Container an der Rathausallee in Utfort auszuquartieren", erläuterte Schröder.

  • In dr Langenfelder Flüchtlingshilfe engagieren sich
    Langenfelder Flüchtlingshilfe : Sie kümmern sich um Asylbewerber
  • Brand im Nationalpark de Meinweg : Als das Feuer die Existenz einer Neusserin bedrohte
  • Seit einigen Wochen ist der Kreisverkehr,
    Bauarbeiten in Düsseldorf : Teil der Aachener Straße ist knapp einen Monat lang gesperrt

Bereits am Montagabend mussten Einsatzkräfte von Polizei und Rettungsdienst zum Wohnheim an der Franz-Haniel-Straße ausrücken, da es zwischen einigen Bewohnern zum Streit gekommen war und im Zuge einer Rangelei eine Person leicht verletzt wurde. Die Stadt hat daher kurzfristig verstärkte Sicherheitsmaßnahmen ergriffen. Schröder: "Wir haben nun einen Sicherheitsdienst damit beauftragt, die Situation vor Ort immer dann im Blick zu haben, wenn gerade keiner der Betreuer anwesend ist."

(p-m)