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Moers: Das "Freefall" beweist seine Stärke

Moers : Das "Freefall" beweist seine Stärke

Zum neunten Mal verwandelte sich der Moerser Stadtpark am Solimare in ein Konzert-Gelände. Das Freefall-Festival hat sich unter dem Motto "Umsonst und Draußen" endgültig als feste Größe und beliebte Veranstaltung etabliert.

22 Bands haben am Wochenende junge und ältere Leute zu einem Besuch im Moerser Stadtpark mobilisiert. "Gerade weil man die Bands oft nicht kennt, kommt man hierher und wird begeistert. Auch Musiker aus der Umgebung werden unterstützt und können vor einem größeren Publikum spielen", begründet Nicole Schipp (23) aus Moers, warum sie seit fünf Jahren regelmäßig zu der Veranstaltung in den Park kommt. "Leute, die man jahrelang nicht gesehen hat, trifft man dann hier, es macht einfach immer Spaß". Marc Kunze (30) ist aus Duisburg gekommen: "Ich bin jedes Jahr hier und meistens an allen drei Tagen. Bei Wind und Wetter, da hat man schon einiges erlebt. Die Bands kenne ich nicht unbedingt alle, da lasse ich mich überraschen. Die Mischung der Leute und der Musik machen das Festival zu etwas Besonderem."

Den schlimmsten Befürchtungen zum Trotz spielte das Wetter dieses Jahr mit. Ungeachtet einiger Regenschauer lockte das Festival zahlreiche Besucher an Neben dem gemischten Musikprogramm fanden auch Imbissbuden und Getränkestände viel Zuspruch.

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"Ich denke schon, dass wir heute die 10 000 Besucher-Marke knacken werden", sagte Christian Schürmann, der Organisator des Festivals, am Sonntag. Für ihn und die etwa 80 ehrenamtlichen Mitarbeiter war dieses Jahr kein leichtes. Zum ersten Mal musste die Veranstaltung ohne die Unterstützung der Stadt auskommen: "Vieles war für uns neu. Wir mussten uns um Behördengänge und Genehmigungsverfahren kümmern, die sonst die Stadt übernommen hatte. Das war zeitintensiv, aber machbar. Die Erfahrungswerte können wir für das nächste Jahr mitnehmen", berichtete er. Die Mehrkosten für die Veranstaltung liegen bei etwa 15 000 Euro. "Hut ab vor dem Engagement der ehrenamtlichen Mitarbeiter. Ich kann nur betonen, dass dies eine tolle Leistung ist", hob Hans-Gerhard Rötters, Kulturdezernent der Stadt Moers, hervor. Die Stadt war dieses Jahr als Kulturbüro vertreten und leistete Hilfestellung.

Am Freitag ging es insgesamt eher rockiger zu. Großer Publikumsmagnet waren "Any Given Day" aus Gelsenkirchen. "Die Leute hier sind super sympathisch und die Location ist klasse", sagte Yannik Wende (19) kurz vor dem Konzert. Er war zum ersten Mal dabei und ist aus Erkrath angereist, um die Band live sehen zu können.

Samstag erwartete das Publikum mit Bands wie "Benzin" (Ulm) oder "Paperstreet Empire" (Duisburg) ein Mix aus Indie- und Rockmusik. Die internationale Truppe "Dirty Honkers" heizte dem Publikum am Abend mit elektronischer Swingmusik ein. Das Trio legte eine wilde Bühnenshow hin und wechselte mehrmals die schrillen Kostüme. "Das Freefall-Festival ist eines der letzten Open Air Festivals in Moers. Es verbreitet eine ganz besondere Atmosphäre und ich finde es toll, wie sich das Publikum immer wieder auf was Neues einlässt", betonte Christian Schürmann. "Obwohl es zum Teil eher laute und kräftige Musik ist, machen die Leute einen friedfertigen Eindruck.", gab Dominic Rosenkranz (31) aus Duisburg an. Auch die Polizei konnte das nur bestätigen: Das Wochenende verlief störungsfrei und friedlich.

(ew)