Lokalsport Aufsteiger Mennrath will nun auch Meister werden

Fussball · Trainer Simon Netten hat das neue Ziel ausgegeben. Der Bezirksligist hat einen bereits guten Kader noch verstärkt.

Mennraths Trainer Simon Netten kann die emotionale Leiter je nach Bedarf herauf und herunter steigen. Ruhig und gelassen analysiert er Gegner und findet taktische Mittel, um erfolgreich zu sein. Er ist Freund, Berater und Helfer seiner Spieler. Allerdings kann er auch zum Vulkan werden, wenn seine Vorgaben nicht eingehalten werden. Dann wird er auch schon mal laut, sehr laut sogar, dann ist für eine gewisse Zeit das freundschaftliche Gespräch Nebensache. Der Erfolg seiner Mannschaft, Victoria Mennrath, steht an erster Stelle.

Die soll möglichst auch am Ende der Saison in der Bezirksliga sein, strebt der Trainer an: "Wir greifen jetzt an und wollen versuchen, Meister zu werden. Ich denke, dass wir dafür auch die Basis geschaffen haben. Natürlich wissen wir, dass andere Klubs dieses Ziel auch verfolgen", sagt Netten. Für einen Aufsteiger, der viele Jahre in der Kreisliga sein Dasein gefristet hat, scheint diese Zielsetzung sehr verwegen.

Doch wenn man den Mennrather Kader genauer unter die Lupe nimmt, hat Netten eine Reihe talentierter junger Spieler zur Verfügung, die trotz ihrer Jugend schon in höheren Klassen Erfahrung gesammelt haben, andere wären durchaus Wunschkandidaten für Nachbarvereine gewesen. "Wir hatten schon einen guten Kader, haben jetzt aber noch einmal nachgelegt", sagt Netten. Für die Rückrunde stehen fast alle Spieler wieder zur Verfügung, weil die bisher verletzten Akteure wieder einsatzfähig sind.

Das ist vor allem für die Zusammensetzung der Abwehr wichtig, die in der Hinrunde zu oft zu viel zugelassen hat. Tobias Schütz ist wieder einsatzfähig und bekommt mit David Schatschneider einen Mitspieler, mit dem er schon beim Landesligisten 1. FC Mönchengladbach gespielt hat. Zwei bis drei Wochen muss Simon Littges noch warten, bis er wieder fit ist. Dazu kommt in Paul Szymanski vom Oberligisten Germania Ratingen ein Spieler, der die Defensive stärken wird und im Mittelfeld für Impulse sorgen kann. Aus der A-Jugend des FC kommt in Konstantin Xanidis ein Talent, dem Netten sehr viel zutraut.

Bedingt durch diese gute Personallage wird Mennrath den Abgang von Soner Karaman (Wickrathhahn) verkraften können. "Wir haben einen tollen Kader. Alle Spitzenmannschaften müssen bei uns zu Hause antreten, alle Derbys finden bei uns statt. Das ist sicher eine gute Ausgangsposition", sagt Netten.

Für Mennrath steht aber nicht nur die Bezirksliga-Mannschaft auf dem Arbeitszettel. Teammanager Markus Horsch ist auch bemüht, die Reserve zu verstärken: "Wir brauchen einen Unterbau, der auch die Kreisliga A erreichen kann. Das ist aber eine Aufgabe, die nicht unbedingt sofort gelöst werden muss."

(RP)