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Mönchengladbach: Neue Hotelpläne für den Abteiberg

Mönchengladbach : Neue Hotelpläne für den Abteiberg

Es gibt mehrere Interessenten, die ein Hotel auf Mönchengladbachs Kulturhügel errichten wollen. Zwei Konzepte seien besonders gut, weil sie Haus Erholung und Hans-Jonas-Park einbeziehen würden, sagt Beigeordneter Andreas Wurff.

Als der Aufsichtsrat der städtischen Entwicklungsgesellschaft (EWMG) die Hotelpläne der Ibis-Gruppe für den Abteiberg im August 2012 kippte, schien das Thema für diesen Standort keines mehr zu sein. Denn vor Ibis hatte auch schon die Art'otel-Gruppe nach anfänglichem Interesse abgewunken.

Doch inzwischen scheint wieder Bewegung in die Diskussion zu kommen. "Ja, es gibt mehrere Interessenten, die ein Hotel auf dem Abteiberg bauen und sogar betreiben wollen", sagt Technischer Beigeordneter Andreas Wurff. Zwei Modelle gefallen dem Planungsdezernenten besonders gut: "Sie beziehen das Haus Erholung in ihr Konzept mit ein und haben auch eine Ausrichtung in den Hans-Jonas-Park. Das haben wir uns ja so immer gewünscht."

Allerdings werden die Pläne auch nicht mit Hochdruck verfolgt — zumindest nicht in der städtischen Bauverwaltung, die derzeit mehrere Baustellen in der Stadt hat. Mehrere Projektentwickler haben den Abteiberg für sich entdeckt und wollen auf dem Gelände des alten Haus Zoar ein Hotel möglich machen. Das rund 2000 Quadratmeter große Grundstück gehört der Stadt, die es für eine sinnvolle Weiternutzung abgeben will. Einzige Bedingung: Die Ausrichtung soll zum Abteiberg passen, der als Kulturhügel gilt — das neue Haus muss zum Ensemble mit Museum Abteiberg, Haus Erholung, Hans-Jonas-Park, Stift-Hum-Gymnasium, Münster und Rathaus Abtei passen und diese möglichst in das Betreiberkonzept einbeziehen.

Das hätte mit Sicherheit für die Art'otel-Gruppe gegolten, die Übernachtung und Kunst verzahnt und lange ein Auge auf den Standort Mönchengladbach geworfen hatten. Doch nachdem die Stadt ein 120-Betten-Hotel in einem fünfgeschossigen Gebäude nicht zulassen wollte, sprang Art'otel wieder ab.

Stattdessen kam die Ibis-Gruppe, die ein Drei-Sterne-Hotel direkt neben dem Haus Erholung errichten wollte. Es sollte zwar eine markante Architektur haben, aber den Ansprüchen, die an ein Design-Hotel gestellt werden, nicht entsprechen. Die Politiker winkten ab, auch unter dem Eindruck von Stararchitekt Sir Nicholas Grimshaw, der im Masterplan dem Abteiberg eine herausragende Stellung einräumt.

Daran knüpfen offenbar die Projektentwickler an, die mit den Investoren derzeit neue Pläne erarbeiten. "Ich bin sehr zufrieden. Da wird hochprofessionell und gut gearbeitet", sagt Wurff. Noch sei es zu früh, die Interessenten zu nennen. Aber: "Darunter sind auch sehr renommierte Bewerber, die schlüssige Konzepte vorgelegt haben." Sie scheint auch der nach wie vor schwierige Hotelmarkt in Mönchengladbach nicht zu schrecken.

Bereits im Vorjahr hatte der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) darauf hingewiesen, dass die Belegungsquote der Gladbacher Hotels deutlich unter dem NRW-Durchschnitt liegt. In der Zwischenzeit ist mit dem B & B-Hotel in der City Ost ein weiteres Haus dazugekommen. Bei der Zahl der Hotelbetten liegt Mönchengladbach zum Beispiel deutlich über Krefeld.

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(RP/EW/jco)