Mönchengladbach: Der Markt der schönen Dinge wird jetzt noch größer

Markt der schönen Dinge in Mönchengladbach : Der „Greta“-Markt dehnt sich aus

Zum zehnten Geburtstag soll der Markt der schönen Dinge noch größer, abwechslungsreicher und nachhaltiger werden.

Greta, der Markt der Schönen Dinge, wird größer. Am Sonntag, 7. Juli, wird nicht nur auf dem Schillerplatz gefeiert, sondern auch auf der Kaiserstraße, der Sittardstraße und dem Gelände der alten Tanke. Von 11 bis 20 Uhr zeigen zirka 150 Aussteller aus ganz Deutschland Waren aus den Bereichen Upcycling, Streetwear, Fashion, Fotografie, Illustration und Accessoires. Vergessen werden darf auch nicht das gastronomische Angebot. Allein vier Neuzugänge gibt es hier, insgesamt sind es noch viel mehr, die zum ersten Mal dabei sind.

„Greta“ ist nicht nur bekannt als abwechslungsreich, originell und ein bisschen verrückt. Der Markt der schönen Dinge hat auch immer schon einen Schwerpunkt auf Nachhaltigkeit gelegt. Recycling und Upcycling sind bei den Angeboten des ungewöhnlichen Markts immer ein großes Thema gewesen. Schalen aus ausrangierten Schallplatten, Taschen aus alten Bällen, Fahrradschläuchen und Kaffeesäcken, Kettenanhänger aus lädierten Skateboards, zu Uhren umfunktionierte Schallplatten und Regale aus Gerüstbohlen – hat es alles schon gegeben.

Dieses Jahr soll eins drauf gesetzt werden: Weil Greta ihren 10. Geburtstag möglichst nachhaltig feiern möchte, wird in diesem Sommer zum ersten Mal die Kaiserstraße gesperrt. „Der zu Gretazeiten herrschende Verkehr macht einfach keinen Sinn“, sagt Organisatorin Myriam Topel, „die Menschen suchen stundenlang nach einem Parkplatz, anstatt einfach mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu kommen oder das Fahrrad zu nehmen. Wir wollen auch, dass Familien mit Kindern keine Sorge haben müssen, dass sie überfahren werden.“

Hinzu komme, dass man den „wunderschön und liebevoll von Anwohnern gestalteten Platz alte Tanke“ Kaiserstraße/Ecke Sittardstraße gerne mit einbeziehen wollen. Im Wendehammer der Sittardstraße ist fast das gesamte Kinderprogramm mit Kinderschminken und verschiedenen Bastelaktionen untergebracht. Dort können Mädchen und Jungen einfach wie früher auf der Straße spielen, während die Eltern bei Musik der Niederrheinischen Sinfoniker ein wenig abschalten können.

Sinnvolle und manchmal auch weniger sinnvolle, dafür aber kreativ umfunktionierte Dinge aus Waren, die sonst auf dem Müll gelandet wären, gibt es Greta immer noch zu kaufen. Dazu kommt jetzt ein eigenes Müllkonzept in Kooperation mit der Mags für Greta. Organisatorin Myriam Töpel bittet alle Besucher, den entstanden Müll zu trennen. Die Mags will dafür verschiedene Tonnen zur Verfügung stellen, und die Müll-Detektive helfen, dass auch alles klappt. Außerdem kommt die Mags mit ihrem Zirkuswagen, in dem Kinder gezeigt bekommen, wie sie richtig Müll trennen.

„Mit der Gastronomie haben wir besprochen, dass wir beim Umweltschutz jetzt schon ein Zeichen setzen wollen. Wir warten damit nicht bis 2021“, sagt Myriam Topel. Es werde darauf geachtet, dass so wenig Müll wie möglich produziert wird. Und wenn sich Abfall nicht vermeiden lasse, dann soll er wenigstens biologisch abbaubar sein. Die Besucher dürfen gerne ihre eigenen Teller und Becher mitbringen. Schließlich werde so auch Müll vermieden.

Zum Schluss gibt es noch eine Bitte der Greta-Organisatorinnen an alle Besucher des Marktes: „Kommt mit dem Fahrrad oder den öffentlichen Verkehrsmitteln. Wenn ihr auf das Auto absolut nicht verzichten könnt, parkt am besten im Vitus-Parkhaus hinterm Bahnhof.“ Auf der Kaiserstraße wird ein Fahrradparkplatz eingerichtet.

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