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Mönchengladbach: Arbeitslosenquote in Gladbach sinkt

Erfolgreiche Entwicklung : Arbeitslosenquote bleibt unter zehn Prozent

In Mönchengladbach gibt es noch einen Mangel an Lehrstellen. Arbreitsagentur-Chef Wolfgang Draeger rät jungen Menschen auch zu exotischen Ausbildungsgängen.

In Mönchengladbach sind immer noch rund 13.500 Menschen arbeitslos. Darunter sind mehr als 10.000 Langzeitarbeitslose. Aber der Chef der Mönchengladbacher Arbeitsagentur, Wolfgang Draeger,. hat trotzdem Grund zur Freude bei der Vorstellung der aktuellen Zahlen. Die Dynamik auf dem regionalen und lokalen Arbeitsmarkt ist deutlich und wirkt sich positiv auf die Beschäftigtenzahlen aus. Zwischen 2016 und 2017 sind mehr als 2000 sozialversicherungspflichtige Jobs in der Stadt dazu gekommen. Im gesamten Agenturbezirk, der auch den Rhein-Kreis Neuss umfasst, sind es mehr als 3000 Stellen.

Die positive Entwicklung in Mönchengladbach macht Draeger vor allem an der Logistikbranche fest. „Im Bereich der Lagerlogistik sind viele Stellen entstanden“, stellt der Agentur-Geschäftsführer fest. „Dazu kommen Jobs im Umfeld, zum Beispiel die Anlieferer, die Lkw- und Servicefahrer benötigen.“ Gab es am 31. Dezember 2016 noch rund 96.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in Mönchengladbach, so waren es ein Jahr später schon 98.000 – das ist ein Zuwachs um 2,1 Prozent.

Die Arbeitslosenquote im gesamten Agenturbezirk liegt im Juni bei 6,9 Prozent und damit um 0,1 Prozentpunkt unter der des Vormonats. In Mönchengladbach sank die Arbeitslosigkeit sogar um 0,3 Prozentpunkte. Sie bewegt sich aber generell auf einem höheren Niveau als im boomenden Rhein-Kreis Neuss und liegt nun bei 9,6 Prozent. Im Juni 2017, also vor einem Jahr, war sie noch im zweistelligen Bereich. Damals waren 10,2 Prozent arbeitslos gemeldet. In absoluten Zahlen bedeutet dies, dass innerhalb des vergangenen Jahres 556 Menschen zusätzlich eine Arbeit aufgenommen haben.

In wenigen Wochen startet das neue Ausbildungsjahr. Die Zahl der gemeldeten Ausbildungsplätze in Mönchengladbach ist um 19 auf 1401 angestiegen, die Zahl der Bewerber um 130 auf 2137 junge Menschen. Wer aber noch keinen Ausbildungsplatz hat, muss nicht verzweifeln. „Es geht noch was“, betont Arbeitsagentur-Chef Draeger und fordert die Jugendlichen auf, sich nicht in gängigen Bahnen zu bewegen, sondern auch über sogenannte Exotenberufe nachzudenken. Es gebe wenig bekannte Berufe, die dennoch gute Entwicklungsmöglichkeiten bieten. Der Agenturchef empfiehlt, Kontakt zu den Berufsberatern aufzunehmen und Praktika oder Probearbeiten zu vereinbaren. „Ausprobieren“, rät er.