Mönchengladbach: Junge Musiker beim Sinfoniekonzert

Sinfoniekonzert : Abwechslungsreiches Programm zum Ausklang

Von Vivaldi bis Schönberg reicht das Komponistenspektrum beim siebten Sinfoniekonzert

Traditionell stellen sich beim letzten Sinfoniekonzert der Saison im ersten Konzertteil die Gewinner des von Generalmusikdirektor (GMD) Mihkel Kütson ins Leben gerufenen Wettbewerbs „Bühne frei“ vor. Auch dieses Mal können sich die Besucher auf abwechslungsreiche und angesichts des jugendlichen Alters der Interpreten hochkarätige Vorträge freuen – jeweils begleitet von den Niederrheinischen Sinfonikern. Der 13-jährige Philipp Frings wird mit dem „Concertino für Klarinette Es-Dur“ von Carl Maria von Weber zu hören sein, Jan Christopher Heßling (15) spielt auf der Gitarre das Lautenkonzert D-Dur von Antonio Vivaldi. Der armenische Komponist Alexander Arutjunjan (1920-2012) wurde durch sein Trompetenkonzert berühmt – Malte Linder, ebenfalls 15 Jahre alt, wird es vorstellen. Mit dem russischen Tonsetzer Anton Arenski und dessen sowohl lyrischer als auch über weite Strecken virtuoser „Fantasie über russische Themen“ wird die 17-jährige Pianistin Josephina Lucke die Zuhörer bekannt machen.

Mihkel Kütson und sein Orchester leiten den Abend ein mit der „Akademischen Festouvertüre“ c-Moll op.80, in der Johannes Brahms vier Studentenlieder zitiert, unter Anderem das bekannte „Gaudeamus igitur“. Das Opus schrieb der Komponist für die Universität Breslau, sie hatte ihn mit der Ehrendoktorwürde ausgezeichnet.

Mit Ludwig van Beethovens Sinfonie Nr.2 D-Dur op.36, die nach der Pause erklingen wird, setzen der GMD und sein Orchester „die Auseinandersetzung mit dem Werk Beethovens fort“, wie Kütson im Pressegespräch erläuterte.

  • Mönchengladbach : Begeisterung beim letzten Sinfoniekonzert
  • Mönchengladbach : Mihkel Kütson lädt zur musikalischen Reise durch Italien
  • Krefeld : Der Komponist des "Paten" krönt Sinfoniekonzert

Beim jeweils zweiten Sinfoniekonzertabend wird statt der Vorträge der jungen Künstler eine außergewöhnliche und selten zu erlebende Komposition zu hören sein – das Streichquartettkonzert B-Dur (nach Händels Concerto grosso op.6 Nr.7) von Arnold Schönberg. Hier versuchte der Komponist wieder einmal – wie vorher auch bei Bach oder Brahms – durch intensive Analyse anerkannter Meisterwerke sein kompositorisches Können zu vervollkommnen.

Den herausfordernden Quartett-Part übernimmt – im Zusammengehen mit dem Orchester – das orchestereigene „Vitus-Quartett“ mit Chisato Yamamoto, Johanna Brinkmann, Richard Weitz und Raffaele Franchini.

Mittwoch, 4. Juli, 20 Uhr Konzertsaal des Theaters (mit den jungen Künstlern). Donnerstag, 5. Juli,
20 Uhr Konzertsaal des Theaters (mit dem Vitus-Quartett).
An beiden Abenden wird um 19.15 Uhr eine Konzerteinführung angeboten. Karten sind unter 02166/6151100 erhältlich.