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Mönchengladbach: 25-Jähriger wegen Fahrens ohne Erlaubnis vor Gericht

Mönchengladbach : 25-Jähriger wegen Fahrens ohne Erlaubnis vor Gericht

Im vergangenen Jahr war der Mönchengladbacher (25) am 29. April an der Künkelstraße einer Polizeikontrolle aufgefallen, weil er weder einen Führerschein noch eine Haftpflichtversicherung vorweisen konnte.

Deshalb musste er sich gestern erneut vor dem Mönchengladbacher Amtsgericht verantworten. Der 25-jährige Autofahrer, der noch nie eine Fahrerlaubnis besessen hatte, bestritt nichts. Er habe damals jemanden ins Krankenhaus bringen müssen, ließ der Angeklagte durch seinen Verteidiger erklären. Aber dann tauchte auf dem Richtertisch eine zweite Anklageschrift auf, die gestern mit verhandelt wurde.

Da war der führerscheinlose Gladbacher am 16. Juni vergangenen Jahres gegen 23 Uhr an der Lürriper Straße gesehen worden. In dem Fall wurde der 25-Jährige außerdem noch wegen Unfallflucht angeklagt. An dem Abend hatte er einen Unfall mit einem Schaden von 5000 Euro verursacht. Zu Fuß hatte er sich von dem Unfallort entfernt. Nach Bekanntgabe seines Vorstrafenregisters war klar, dass der Angeklagte auch in der Vergangenheit wegen vorsätzlichen Fahrens ohne Führerschein aufgefallen und zu Geldstrafen verurteilt worden war.

Außerdem durfte ihm die Behörde bis Anfang September 2014 keine neue Fahrerlaubnis ausstellen. Diesmal war am Ende von einer Geldstrafe keine Rede mehr. Wegen vorsätzlichen Fahrens ohne Erlaubnis, wegen Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz und Unfallflucht verurteilte das Amtsgericht den jungen Familienvater zu einer viermonatigen Freiheitsstrafe. Der Mönchengladbacher muss die Strafe nicht verbüßen. Sie wurde für die nächsten drei Jahre zur Bewährung ausgesetzt. Außerdem muss er eine Geldbuße von 600 Euro in 50-Euro-Raten zahlen. Und er erhält eine erneute Sperre für einen Führerschein - diesmal für ein Jahr.

(RP)