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Mönchengladbach: Wickrath: Einbindung von Flüchtlingen funktioniert gut

Mönchengladbach : Wickrath: Einbindung von Flüchtlingen funktioniert gut

Ein Lächeln in den Gesichtern der Flüchtlinge sehen. Ihnen wenigstens für ein paar Stunden ein unbeschwertes Leben ermöglichen. Mit Spielenachmittagen, Sport, dem Besuch bei einem Glas Tee.

Sozialpädagogin Petra Vogt von der Begegnungsstätte an der Wickrather Quadtstraße berichtete jetzt den Teilnehmern des Runden Tischs, der sich mit der Flüchtlingsproblematik in der Unterkunft Orffstraße beschäftigt, von dem Bestreben, den zurzeit 86 Asylsuchenden Unterstützung anzubieten.

Der Kreis, der sich aus Freiwilligen und Hauptamtlichen zusammensetzt, wird immer größer. "Ich bin baff, wie viele sich angeschlossen haben", staunte Elternpflegschaftsvorsitzender Ralf Schellander, als sich rund 25 Interessenten versammelt hatten. Zwölf waren es beim ersten Treffen. Streetworkerin Leona Goertz erläuterte, dass es freitags ein Sportangebot gebe, das von Kindern aus der Flüchtlingsunterkunft und dem Jugendtreff sowie Junggesellen wahrgenommen wird. In Zusammenarbeit mit Lehrer André Mörkels stehen dabei zum Beispiel Ballspiele auf dem Programm.

Vogt stellte heraus, dass eine feste Tagesstruktur wichtig sei. "Die Junggesellen langweilen sich oft", hat sie festgestellt. Und: "Es läuft alles schon sehr schön und ist für beide Seiten eine Bereicherung." Um die Asylbewerber aus der Orffstraße besser zu integrieren, bringt sich auch der TV Beckrath ein. Für die Osterferien ist, wie Trainer und Vorstandsmitglied Michael Rostek bekanntgab, ein Projekt geplant, bei dem jeweils zehn bis zwölf Kinder aus der Unterkunft und aus Wickrath gemeinsam einen Kletterparcours bewältigen, an einer Schnitzeljagd durch den Schlosspark teilnehmen oder im Tierpark Odenkirchen auf Entdeckungstour gehen. Der Polizist Rostek möchte den Teilnehmern auch einen Besuch des Polizeipräsidiums ermöglichen.

Benötigt werden von den Bewohnern der Unterkunft Töpfe, Pfannen, Besteck, Windeln sowie Baby-Schlafsäcke. Jürgen Küsters, als Hausmeister Ansprechpartner für die Flüchtlinge, empfahl, Sachspenden in den Gemeindeläden und Hephata-Shops abzugeben.

(dg)