Tennis: Portugiesen beleben Tennis-Klubheim

Tennis : Portugiesen beleben Tennis-Klubheim

Der Uniao de Portuguesa hat beim TSC Hilden am Salzmannweg eine neue Heimstätte gefunden - und die Sportler freuen sich über ihre neue Gastronomie. Für beide Vereine ist die Zusammenarbeit ein Gewinn.

Lucia Maro sitzt gemütlich auf der Terrasse des neuen Vereinsheims des Uniao Portuguesa de Hilden und genießt das schöne Wetter. "Ich war früher sehr gerne im alten Lokal an der St. Jacobus-Kirche und habe durch Facebook von der Neueröffnung erfahren", berichtet die gebürtige Spanierin. "Das Essen hier ist wirklich super, besonders der Stockfisch, und das Preis-Leistungsverhältnis ist einfach unschlagbar."

Der portugiesische Kulturverein kämpfte nach dem Auszug aus dem ehemaligen Domizil mit vielen Problemen. "An der St. Jacobus-Kirche hatten wir unser Vereinshaus und Lokal seit vielen Jahrzehnten. Es war zwar sehr klein, aber es kamen immer viele Portugiesen dort zusammen und es war ein schöner Treffpunkt für uns alle", berichtet der Vize-Vorstand Paulo Salgado. "Neben dem Vereinsheim, am ehemaligen Reichshof, veranstalteten wir jedes Jahr ein großes Sommerfest mit Live-Musik und portugiesischen Spezialitäten. Viele Besucher kamen jedes Jahr wieder und freuten sich über die Veranstaltung."

Nachdem 2012 die Stadt beschloss, den Reichshof umzugestalten und Wohngebäude zu bauen, musste der Verein sein Domizil notgedrungen verlassen. "Wir hatten keine Chance, da die Stadt auf dem Hof bauen wollte. Für uns war es als relativ kleiner Verein schwierig, ein neues Vereinsheim zu bekommen. Deshalb waren wir froh, als wir das ehemalige Asylheim auf der Hans-Sachs-Straße erwerben konnten", erklärt der 35-Jährige. Der ursprüngliche Plan - die untere Etage des Wohnheims sollte als Vereinsheim umgebaut werden - war jedoch aus finanziellen Gründen nicht zu verwirklichen und so mussten die Portugiesen das Grundstück vor zwei Jahren mit Hilfe der Stadt wieder verkaufen.

"Wir freuen uns, dass wir nach der langen Suche in das Vereinsheim des TSC Hilden einziehen durften. Seit der Eröffnung im März kommen täglich viele Besucher zu uns. In der Woche sind es hauptsächlich die Tennisspieler des Vereins und am Wochenende Familien und Freunde des Portugiesischen Vereins", erzählt der Vize-Vorsitzende. "Natürlich sind es über die Jahre weniger geworden, da wir lange gesucht und umgebaut hatten und das jetzige Vereinsheim etwas außerhalb liegt. Jedoch sind wir froh, wieder einen Treffpunkt zu haben."

Auch die Pressesprecherin des TSC Hilden ist zufrieden mit der auf den ersten Blick ungewöhnlichen Symbiose. "Da wir seit längerem einen neuen Wirt für unser Vereinsheim suchten und der Kulturverein ein neues Domizil brauchte, kamen die Vorstände schnell zusammen und beschlossen die Zusammenarbeit ", sagt Christa Reinders. "Bisher klappt alles sehr gut und ich höre durchweg nur Positives über das portugiesische Lokal. Durch den Einzug des Vereins ist mehr Leben in das Vereinsheim gekommen und die Terrasse ist immer gut besucht, was mich sehr freut" erklärt Reinders. "Natürlich gibt es immer Wünsche für Veränderungen, wie eine größere Speisekarte bei Turnieren, jedoch muss das unter den Vorständen entschieden werden und wir befinden uns ja erst am Anfang einer tollen Zusammenarbeit", fügt die Pressesprecherin hinzu.

Stephan Horn und Alexander Kozelev, die nach einem langen Training ein Bier auf der Terrasse des Vereinsheims genießen, sind zufrieden mit dem neuen Wirt. "Wir haben viele Mannschaftssitzungen hier und es gefällt uns echt gut. Es ist schön, dass wieder mehr Leute zum Vereinsheim kommen und die Spare Ribs sind echt lecker", berichten die beiden Tennisspieler.

Ehepaar Müller wartet gespannt auf seine Bestellung, denn sie sind zum ersten Mal im neuen Vereinsheim des portugiesischen Klubs. "Uns wurde das Lokal von Freunden empfohlen und da wir die portugiesische Küche so lieben, sind wir heute vorbeigekommen. Wir sind früher gern zum Sommerfest gegangen und freuen uns, dass der Verein ein neues Heim beim TSC Hilden gefunden hat."

(anze)