Mettmann: Kunsthaus freut sich über Nachwuchs-Künstler

Eine Malschule stellt aus : Kunsthaus freut sich über Nachwuchs-Künstler

Schüler der Malschule „Kunstflug“ stellen ihre Arbeiten im Fachwerkhaus am Markt aus.

Bereits zum 2. Mal fand die Malschule „Kunstflug“, die von Mary Quack vor 15 Jahren gegründet wurde, im Kunsthaus Raum für ihre Ausstellung.

Die mehr als 20 Schüler der Klassen 1 bis 5, die die Malschule, in der Astrid-Lindgren-Schule beheimatet, besuchen, haben sich seit September intensiv auf diese Ausstellung vorbereitet und die Vielfalt der Werke beeindruckte wahrlich.

Allein im vergangenen Jahr waren im Kunsthaus 19 Ausstellungen zu bewundern und die satzungsgemäße Förderung junger Talente wird am kommenden Wochenende wiederum realisiert, wenn Studenten der Kunstakademie Essen hier ihre Werke vorstellen.

Beim Rundgang durch das alte Fachwerkhaus erschloss sich die systematische Arbeit, die Mary Quack den Kindern angedeihen lässt. Das blaue Zimmer beherbergte naturgemäß irgendetwas in Blau: ein wunderschöner Schmetterling in verschiedenen Blautönen, ein Stillleben von Anna aus der Klasse 5, eine Collage aus Zeitungsausschnitten, die im 2. Schritt dann von Anna und Julia gemalt waren.

Oder im Mondrian Zimmer: Hier war vorgegeben, einen Fisch nach Piet Mondrian zu malen und die immer wieder faszinierenden farbenfrohen, klaren geometrischen Formen des holländischen Künstlers waren prächtig gestaltet und Maria präsentierte ihren Fisch voller Stolz.

Höhepunkt der Ausstellung war eine Tanzperformance, bei der sechs Mädchen mit Socken in Farbeimer stiegen, um dann auf großer weißer Fläche nach modernen Rhythmen und einstudierter Choreographie zu tanzen. Nach und nach entstand ein Bild in verschiedenen Farben: blau, rot, hellblau, schwarz und zum Schluss noch ein bisschen gelb, - eine wunderbar kreative Idee von Mary, wie die Kinder ihre Lehrerin nennen: Ob Bilder und sogar bemaltes Porzellan nach James Rizzi, dem amerikanischen Pop Art Künstler oder der riesige Blumenstrauß, arrangiert wie die Sonnenblumen von Vincent van Gogh, zu dem jedes Kind eine Blume beisteuerte und alle dann zu dem wunderschönen bunten Strauß zusammengestellt wurden.

Wichtig ist für Mary Quack, immer wieder mit unterschiedlichen Materialien zu arbeiten. So zierten bemalte Schaumstoffteile – eigentlich Müll - Bilder, bei denen Salvator Dali Pate gestanden hat. Oder bei der Welle, Acryl auf Pappe, wurden Plastiktütchen verwendet, in denen zuvor kleine Stifte verpackt waren.

Ein ganz besonderes Dankeschön der Gruppe der Malschule Kunstflug war eine Skulptur, dieses Mal keines großen Malers, aber dem Neandertaler nachempfunden. Er darf wohl in Zukunft das Kunsthaus sein Heim nennen.

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