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Meerbusch: Spitzenreiter war eine Nummer zu groß

Meerbusch : Spitzenreiter war eine Nummer zu groß

Der TuS Treudeutsch 07 Lank scheiterte vor allem an der kompakten Deckung des Neusser HV und unterlag 18:24

Die knapp 250 Zuschauer in der Forstenberghalle klatschten rhythmisch, peitschten ihr Team noch einmal nach vorne. Gerade hatte Daniel Holler mit einem schönen Wurf ins linke Eck auf 17:22 verkürzt. Doch ein Blick in die Gesichter der Spieler verriet: Hier war nichts mehr zu holen. Spitzenreiter Neuss erwies sich für den Aufsteiger als eine Nummer zu groß. Zwar mühten sich die Lanker redlich, doch am Ende stand eine 18:24 (7:13)-Heimschlappe für sie zu Buche. "Um eine Top-Mannschaft wie Neuss zu bezwingen, muss alles passen. Doch das war diesmal nicht der Fall", so Trainer Jürgen Hampel.

Seine Mannschaft nahm zunächst den Rückenwind aus dem guten Auftritt in der Vorwoche in Mönchengladbach mit und hielt bis zum 2:2 gut mit. Doch dann erlaubten sich die Hausherren eine Schwächephase und bissen sich an der kompakten 6:0-Deckung der Neusser die Zähne aus. "Uns haben im Rückraum die Möglichkeiten gefehlt, diese Abwehrreihe dauerhaft in Bedrängnis zu bringen", meinte Hampel. Die daraus resultierenden Ballgewinne nutzte der Tabellenführer, um erfolgreiche Tempogegenstöße zu fahren. So zog er schnell auf 8:2 davon. Auch wenn der Sechs-Tore-Rückstand bis zur Pause (7:13) nicht wuchs, war Hampel alles andere als zufrieden: "Defensiv war es in Ordnung. Aber vorne waren wir nicht effektiv genug. Nur sieben Tore in einer Halbzeit, das ist einfach zu wenig."

Nach dem Wechsel machten die Neusser dann ernst. Angeführt vom Ex-Lanker Andreas Mailänder zogen sie schnell auf 20:11 davon. Zu Gute halten muss man dem TuS, dass er trotz des deutlichen Rückstands nie aufgab. So kämpfte er sich — wie eingangs erwähnt — noch mal auf 17:22 heran. "Die Jungs haben sich nicht abschlachten lassen, sondern weiter dagegen gehalten. So ist am Ende ein Resultat heraus gekommen, das absolut im Rahmen geblieben ist", befand Hampel.

Nach dem fünften sieglosen Spiel in Folge ist seine Mannschaft im Kampf um den Klassenverbleib dennoch unter Druck geraten. Am kommenden Samstag (19 Uhr) ist sie im Kellerduell bei der SG Solingen BHC II gefordert. "Das ist ein Gegner auf Augenhöhe, gegen den wir in der Hinrunde den ersten Sieg eingefahren haben. Natürlich wäre es wichtig, dort zu gewinnen, um uns ein wenig Luft im Abstiegskampf zu verschaffen", so Hampel.

(RP)