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Meerbusch: Nachbarstädte lehnen Schüler aus Meerbusch ab

Meerbusch : Nachbarstädte lehnen Schüler aus Meerbusch ab

Empört haben Meerbuscher Eltern auf die Mitteilung der Stadt Düsseldorf reagiert, dass etwa 40 Schüler aus Meerbusch von dortigen Gymnasien abgewiesen werden müssen.

"Ich verstehe den Ärger der Eltern", sagt Silke Vogelbusch, Leiterin des Düsseldorfer Schulverwaltungsamtes. "Doch laut Schulgesetz sind wir dazu aufgefordert, Lenkungsmaßnahmen zu ergreifen, wenn es an Schulen zu Engpässen kommt." Dies erfolge unter Federführung der Bezirksregierung und der Schulleiter.

"Wir als Stadt legen lediglich die Zügigkeit der Schulen fest", so Vogelbusch. "Wir eröffnen in diesem Jahr bereits vier neue Eingangsklassen", erklärt sie. Darüber hinaus habe die Bezirksregierung bereits im Januar die Schuleiter aufgefordert, Eltern aus dem Umland zu signalisieren, dass es eng werden könnte. Das habe zum Beispiel an einem Oberkasseler Gymnasium nicht geklappt.

Ein Punkt der die Eltern — die nicht genannt werden wollen — besonders ärgert. Denn dann hätten sie ihre Kinder gleich an einer Meerbuscher Schule anmelden können — und erreicht, dass ihre Kinder zum Beispiel am Mataré-Gymnasium den bilingualen Zweig belegen können. "Diese Probleme erleben wir jedes Jahr", sagen Jörg Winterwerb (Schulleiter Mataré-Gymnasium) und Ulrich Keusen (Leiter des Meerbusch-Gymnasiums) übereinstimmend. Besonders der bilunguale Zweig sei stark nachgefragt, so Winterwerb.

Beide Meerbuscher Gymnasien können noch je 15 Schüler aufnehmen. "Wir werden in diesem Jahr fünfzügig fahren", kündigt Ulrich Keusen an, der sich "über jeden Schüler freut." Bislang halten sich die Anmeldungen der im Umland zurückgewiesenen Schüler noch in Grenzen. Beide Schulleiter sprechen von etwa fünf.

"Die Aufnahme-Entscheidungen fallen noch", bestätigt Vogelbusch. Noch nicht alle Schulen hätten ihre Bescheide verschickt — wie etwa das Cecilien-Gymnasium in Oberkassel. Vogelbusch weist außerdem noch einmal auf die Verordnung hin, wonach Gemeinden gehalten sind, Schüler aus anderen Kommunen nachrangig zu behandeln. Auch Krefeld hat Schüler aus Meerbusch ablehnen müssen.

(RP)