1. NRW
  2. Städte
  3. Meerbusch

Meerbusch: Umfrage bei Anwohnern der Siedlung "RheinEck" in Büderich

Wohnen in Meerbusch : Das „RheinEck“ in Büderich soll noch lebenswerter werden

Die GWH Wohnungsgesellschaft hat die Bewohner des Quartiers zur künftigen Entwicklung befragt. Nun wurden die Ergebnisse vorgestellt.

Die Bewohner des „RheinEcks“ im Büdericher Süden sind zufrieden mit ihrem Quartier. „Ich wohne schon lange hier und mag meine Nachbarn. Wir kommen gut miteinander aus“, erzählt eine Mieterin. Sie ist eine der Anwohner, die an einer Befragung der GWH, der Eigentümerin der ehemaligen Böhlersiedlung, teilgenommen haben. 18,2 Prozent der Haushalte haben mitgemacht. „Damit bin ich sehr zufrieden. Ich hätte mit weniger gerechnet“, sagt Stefan Herbes, Abteilungsleiter Immobilienmanagement der GWH. 95 Prozent der Bewohner wohnten gerne im „RheinEck“, was auch die geringe Fluktuation in dem Gebiet zeige.

„Wir wollen hier bleiben und wachsen und das Quartier noch lebenswerter gestalten“, sagt Herbes. Das gehe am besten mit der Unterstützung der Anwohner. Bei den Fragen ging es um die Zufriedenheit im Haus und in der Siedlung. Mobilität war ein Thema, ebenso die öffentlichen Freiflächen und der Böhlerhof. „Wir hatten auch Fragen, die für die Stadt, mit der wir eng zusammenarbeiten, interessant sind, zum Beispiel, ob die Anwohner mit den Busverbindungen zufrieden sind“, berichtet Nathalie Pastwa vom Innovation City Management. Die Ergebnisse waren überwiegend positiv. Viele wünschen sich mehr Bänke auf den Grün- und öffentlichen Flächen und eine bessere Freiraumgestaltung. Den Böhlerhof würden einige gerne genutzt sehen, was auch der GWH sehr gut gefällt. „Nach unseren Überlegungen soll es hier kaum noch Parkplätze geben. Dafür soll ein schöner grüner Platz entstehen. Dort könnte es ein Café geben. Man könnte hier Treffen oder Veranstaltungen abhalten oder auch einen Food-Truck kommen lassen“, so stellt sich Herbes den zukünftigen Platz vor.

  • Blick vom Schelmenturm in die Turmstraße:
    Monheim Bürger-Info zur Fußgängerzone : Altstadt-Bewohner fühlen sich übergangen
  • Anwohner der Ringstraße und Gewerbetreibende hatten
    Obdachlosenheim in Grevenbroich : Anwohner befürchten mehr Drogenkriminalität und Diebstähle
  • Diese Bewohner stehen stellvertretend für viele,
    Verkehrsberuhigte Zonen : Anwohner in Kapellen fordern Lösung für Raser-Problem

Bei der Modernisierung der Wohnungen und Häuser waren die Meinungen der Mieter geteilt. Eine interessante Entwicklung, findet Herbes. „Als wir das Quartier übernommen haben, gab es schon mal eine kleine Umfrage. Da waren Modernisierungen gar nicht erwünscht, da viele Angst hatten, dass die Mieten dadurch steigen.“ Für ihn sei das ein eindeutiges Zeichen, dass Nachhaltigkeit an Wichtigkeit gewinne und ein Thema sei, über das die GWH sicherlich nachdenken werde.

Auch soziale Themen wurden bei der Befragung abgedeckt. So würden 43 Prozent der Befragten betreutes Wohnen für Senioren nutzen und 21 Prozent sich in der Siedlung ehrenamtlich engagieren. Diese Punkte seien der GWH sehr wichtig, sagt Herbes. „Wir möchten eine hohe soziale Komponente in das Quartier bringen. Für uns vorstellbar wären beispielsweise Wohngruppen, Demenzgruppen oder Gruppen für Menschen mit Behinderung. Wir haben noch keinen endgültigen Partner für diese Projekte, aber die Gespräche laufen.“

Kritik gab es auch: „Die Treppenhausreinigung ist nicht so gut. Da muss ich öfter nachreinigen“, erzählt eine Bewohnerin. Rund 50 Prozent der Befragten teilten diese Erfahrung. Und auch die Gestaltung der Hauseingänge kommt bei einem Drittel der Teilnehmer nicht gut an. Die GWH will sich das Feedback zu Herzen nehmen und denkt über baldige Maßnahmen nach. Geplant sei erst einmal, die Wegetechnik weiter auszubauen, und über abschließbare Fahrradboxen an den Häusern würde auch nachgedacht, denn im „RheinEck“ gebe es fast doppelt so viele Fahrräder wie Autos.