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Meerbusch: Eine Radtour rund um die Rheingemeinden

Radtouren in Meerbusch : Rund um die ländlichen Rheingemeinden

Alte Gehöfte und der freie Blick über den Rhein machen die 14 Kilometer lange Tour zu einem entspannten Vergnügen – mit Stationen zum Einkehren.

Meerbusch wirbt nicht nur mit dem Slogan „Stadt im Grünen“, sondern auch mit der Rheinfront. Beides kann man auf einer Radtour erfahren, bei der sich die Stadt auf 14 gemütlichen Kilometern von ihrer ländlichen Seite präsentiert. Im Herbst hat man dabei den Blick auf abgeerntete Felder und das bunte Laub der Bäume. Obwohl die Zahl der bäuerlichen Betriebe in Meerbusch geschrumpft ist, prägt die Landwirtschaft nach wie vor das Bild auf dieser Naturtour.

Streckenführung Die Radtour durch die Rheingemeinden führt von Langst-Kierst bis Nierst über den Rheindeich. Hinter dem Dorf geht es über freies Feld bis kurz vor Lank. Ein Stück am Langenbruchbach entlang führt die Tour dann nach Ilverich und wieder zurück nach Langst-Kierst. Die Strecke ist fast durchgehend asphaltiert. Wirtschaftswege und Radwege entlang von kleineren Straßen laden zum gefahrlosen Fahrradfahren ein. Über die südliche Verlängerung entlang des Rheindeichs lässt sich die Tour leicht mit anderen Routen kombinieren.

Sehenswürdigkeiten Langst-Kierst, Nierst und Ilverich sind alte Dörfer, die auf eine über 1000-jährige Geschichte zurückblicken. Nicht alle alten Gehöfte und Gebäude sind erhalten geblieben, manches ist hinter Mauern versteckt. Wie das Backhaus und die „Kruutpasch“, die Krautpresse des ehemaligen Köneshofs in Langst. Sichtbar sind dagegen noch die großen Höfe in Nierst, die zum Kloster Meer gehörten: der Seisthof, vor dem ein modernes Kunstwerk an seine Geschichte erinnert, und der Werthhof, der von einem Landschaftsgarten umgeben ist.

Am Rande von Lank grüßt die alte Heidbergmühle. Sie wird heute privat genutzt. In Ilverich passiert man im Zentrum die Alte Schule, die Kulturfreunden ein fester Begriff ist. Hier war viele Jahre lang die Galerie von Angela und Wolfgang Paul, die auch Joseph Beuys zu ihren Gästen zählten. Legendär war auch der „Krümpelmarkt“, der mit Trödel, Künstlern und Artisten lockte. Schräg gegenüber befindet sich der Hof von Ridders-Wolf, früher Münkshof, der gleichfalls Kloster Meer unterstand.

Landschaft Die Tour führt durch die typische Niederrheinlandschaft mit Wiesen, Äckern, kleinen Bachläufen und Kopfweiden. Sie passiert zudem das erste Meerbuscher Bürgerwäldchen, das im Jahr 2001 eingerichtet wurde und über 100 Obstbäume umfasst. Interessant ist auch das Naturdenkmal Forstenberg, eine nacheiszeitliche Binnendüne. Nicht zu vergessen natürlich der Rhein, wo man gut eine Pause einlegen, den Blick aufs Wasser genießen und den vorbeifahrenden Schiffen hinterher blicken kann.

Einkehrmöglichkeit Auf der Strecke liegen etliche Lokale: Am Fährkopf Langst-Kierst befindet sich das Rheinhotel Vier Jahreszeiten. Im Sommer kann man dort sehr schön auf einer großen Terrasse sitzen. Wenn man in Lank einen kleinen Schlenker macht, finden die Radfahrer auf dem Alten Marktplatz mehrere Möglichkeiten einzukehren, etwas Kühles zu trinken oder ein Eis zu essen. In Ilverich können sie außerdem im Ilvericher Hof rasten.

Kinderspaß Am Rhein, an der Fähre und in Sandbuchten kann man mit Kindern schön verweilen, ein Picknick veranstalten und die Natur genießen. Gerne sehen sich Kinder auch die Pferde und Schafe an, die auf den zahlreichen Koppeln am Wegesrand grasen. Zudem könnte man die Kids mit einem Eis auf den Lanker Marktplatz locken. Auch die Länge der Tour kommt Kindern entgegen.