Frederic aus Meerbusch-Nierst freut sich auf den ersten Schultag

Vor der Einschulung : Bereit für den ersten Schultag

Frederik Feld aus Nierst wird ab Donnerstag die Pastor-Jacobs-Schule in Lank-Latum besuchen. Der Sechsjährige freut sich über seinen neuen Tornister – und die Schultüte, die seine Mutter ihm bastelt.

Noch zwei Tage, dann steigt Frederik Feld zum ersten mal in den Schulbus, der ihn in die Pastor-Jacobs-Grundschule nach Lank-Latum bringen wird. Der Sechsjährige ist bereits jetzt freudig-aufgeregt – genau wie seine Eltern. Für Barbara und Markus Feld ist Frederik bereits das dritte Kind, mit dem sie den besonderen Weg zum ersten Schultag erleben. „Ich freue mich schon, lesen, schreiben und rechnen zu lernen – und vor allem auf den Sportunterricht“, sagt Frederik begeistert.

Mutter Barbara Feld hat bereits zwei Kinder im Schulalter. Dennoch sei es stets eine Herausforderung – so wünsche sich Frederik eine gebastelte Schultüte. Foto: RP/Dominik Schneider

„Es ist bei jedem Kind anders“, erzählt Mutter Barbara, während sie durch die Liste der Schulmaterialien blättert. Ihr ältester Sohn Laurenz wechselt zum kommenden Schuljahr auf ein Gymnasium in Krefeld, Tochter Amelie kommt in die dritte Klasse der Pastor-Jacobs-Schule; dort wird auch Frederik eingeschult. Der Familie stand auch die Theodor-Fliedner-Schule zur Wahl, doch für die Eltern war klar: Zwei Schulen sind genug. „So spart man sich beispielsweise einen Elternsprechtag“, sagt Vater Markus.

Frederiks Schwester Amelie (8) geht auf die selbe Schule wie Frederik. Gemeinsam haben die Geschwister in den Ferien den Schulweg geübt. Foto: RP/Dominik Schneider

Stolz zeigt Frederik seinen neuen Tornister: Der Ranzen ist dunkelblau mit Sternen, per Klettverschluss lassen sich verschiedene, bunte Planeten darauf befestigen. „Ich habe auch das passendeSchlampermäppchen, eine Federmatte und den Turnbeutel“, erklärt Frederik und präsentiert seine Schulmaterialien.

Seine ältere Schwester Amelie zeigt sich unbeeindruckt: „Ich habe den selben, aber mit Pferden, der ist viel schöner“. Die Achtjährige wird ihren kleinen Bruder auf dem Schulweg begleiten. Durch die ruhigen Nierster Seitenstraßen geht es zur Bushaltestelle an der Kirche, von wo der Schulbus abfährt. Die Geschwister haben den Weg in den Sommerferien geübt. „Ich kann dabei immer Fußball spielen“, erzählt Frederik. Amelie ist von dieser Idee nicht begeistert: „Das macht mir keinen Spaß, aber zur Schule kommt ein Freund mit, die können dann kicken.“ Von der Bushaltestelle geht es dann ins nahe Lank-Latum. Frederik kennt auch die Schule schon, hat seine Schwester dorthin begleitet.

Viele von Frederiks Freunden wechseln mit ihm in die erste Klasse. Aus dem Kindergarten wurden sie „rausgeworfen“. „Ein sehr schönes Ritual“, beschreibt Frederiks Großmutter Ingrid Wagner: „Die Betreuerinnen warfen die Kinder über die Schwelle in die Arme ihrer Eltern.“

Oma Ingrid ist zu Frederiks Geburt von Koblenz zu ihrer Tochter Barbara nach Meerbusch gezogen. „Ich wollte meine Enkelkinder einfach aufwachsen sehen“, sagt sie. Die Großmutter war es auch, die Frederiks erste Fußballtrainerin wurde, auf der Straße vor dem Elternhaus. „Inzwischen hat er mich jedoch abgehängt“, sagt Ingrid Wagner. Inzwischen kickt der zukünftige Erstklässler beim FC Adler Nierst, das Vereinsgelände liegt nur wenige Meter vom Elternhaus entfernt. Außerdem nimmt der aufgeweckte Sechsjährige Gitarren- und Schlagzeugunterricht und lässt sich gern von seinen Eltern, Geschwistern und der Großmutter vorlesen: am liebsten die Abenteuer der Drei Fragezeichen und vom kleinen Drachen Kokosnuss.

Ein weiteres Hobby des Rotschopfs Frederik ist Tennis. „Er hat ein sehr gutes Ballgefühl“, sagt Vater Markus Feld stolz. Zum ersten Mal aufgeschlagen hat Frederik übrigens in Schweden. Dort hat die Familie Feld zwei Jahre lang berufsbedingt gelebt; im Grünen in einem Vorort von Stockholm. Frederik und Amelie gingen dort auf eine internationale Schule, sprechen inzwischen gut englisch. Auch die Buchstaben kann Frederik schon, sogar seinen Namen schreiben. Die Kinder haben in Schweden auf englisch gespielt, seit der Rückkehr nach Nierst vor einem Jahr aber wieder ins Deutsche gewechselt. „Mal sehen, wie viel davon noch hängen geblieben ist“, sagt Mutter Barbara Feld.

Sie hat mit der Geburt ihres Sohnes eine Auszeit aus ihrem Beruf in der Schmuckbranche gemacht, will jedoch wieder arbeiten, sobald Frederik im Schulalltag angekommen ist. „Mir war es aber wichtig, für die Kinder da sein zu können“, sagt Barbara Feld.

Sie unterstützt ihren Sohn aktiv bei den Vorbereitungen auf den ersten Schultag. Gemeinsam haben sie die nötigen Einkäufe erledigt, bei den Übungen auf dem Schulweg spielte die Mutter mit dem Familienauto die Rolle des Schulbusses. Ein paar kleine Besorgungen müssen noch erledigt werden. Und eine noch größere Aufgabe liegt vor Barbara Feld: „Frederik will unbedingt eine selbst gebastelte Schultüte“, sagt sie.

Vor dieser Aufgabe, das gibt die dreifache Mutter zu, hat sie Respekt. „Ich hoffe, ich schaffe das zu Frederiks Zufriedenheit, Laurenz wollte damals eine gekaufte Tüte.“ Sie freut sich jedoch vor allem darauf, das kreative Geschenk ihrem Sohn mit auf den Weg zu geben, wenn in dieser Woche am Donnerstag sein erster Schultag mit einem Gottesdienst für die Kinder und ihre Eltern beginnt.

Frederik weiß auch schon, was nach der Schule folgen soll: „Ich will Feuerwehrmann werden“, sagt der Sechsjährige. „Da kann man viele Menschen retten.“