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Altes Rathaus in Meerbusch-Büderich wird modernisiert

Denkmalgeschütztes Gebäude wird modernisiert : Rathaus-Sanierung für 1,56 Millionen Euro

Im nächsten Jahr soll mit den Bauarbeiten im alten Bürgermeister-Amt an der Dorfstraße begonnen werden. Die Arbeiten gehören zum groß angelegten Immobilien-Konzept der Stadtverwaltung.

Mit Sack und Pack ist der Stab um Bürgermeisterin Angelika Mielke-Westerlage letzens von Büderich nach Bovert geogen und arbeitet jetzt am Neusser Feldweg in der früheren Erwin-Heerich-Schule, die zum Erwin-Heerich-Haus umbenannt wurde. Stadtmarketing, Pressesprecher oder Wirtschaftsförderer haben sich mittlerweile in den Büros dort eingerichtet. Währenddessen wird daran gearbeitet, dass ihre alten Büros grundlegend überholt werden. Denn das wurde offenbar Zeit. „Das Haus ist etwa 100 Jahre alt, und außer einer Renovierung vor Jahren ist nicht viel passiert“, schilderte Claus Klein vom Service Immobilien im Bauausschuss. „Es wurde noch nie umfassend saniert.“ Und genau das soll jetzt passieren. Die Stadt kalkuliert mit Umbaukosten in Höhe von 1,56 Millionen Euro.

Geplant wird seit Anfang des Jahres. Vor allem die historische Bausubstanz muss unter denkmalpflegerischen Gesichtspunkten besonders aufmerksam betrachtet und renoviert werden, so Klein. Das komplette Haus steht unter Denkmalschutz. Man habe sich zunächst darüber Gedanken gemacht, was besonders schützenswert sei. Dazu gehören Fassade und Dachüberstände, aber auch das Mosaikpflaster im Eingangsbereich. „In dem Gebäude sind noch die Original-Fußleisten“, so Klein, selbst Türzargen und Heizkörper seien im Originalzustand und nie ausgetauscht worden.

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„Wir müssen mit allen Dingen besonders sachte umgehen.“ Großes Thema: der Brandschutz. Dabei spiele zum Beispiel das hölzerne Treppenhaus eine große Rolle, das nach Wunsch der Planer erhalten bleiben soll.

Zurzeit werde daran gearbeitet, die alten Fußböden aus Linoleum und mit Teppich belegt zu demontieren sowie die Decken rauszureißen. So wolle man Erkenntnisse aus dem Inneren des Gebäudes gewinnen, um dann bei Ausschreibung der Gewerke keine Überraschungen zu erleben. Ab Anfang 2019 soll richtig saniert werden. Das heißt: „Das Gebäude wird auf seinen Rohbau zurückgebaut, und als erstes wird die Haustechnik modernisiert.“

Der Grundriss wird in Abstimmung des Teams, das dort wieder arbeiten soll, verändert, so dass sich jeder schon Gedanken über sein Büro machen konnte. Der alte Empfangsbereich des früheren Bürgermeisteramts an der rechten Seite, in dem zurzeit eine Teeküche untergebracht ist, soll zu einem modernen Besprechungsraum umgebaut werden. Einige Bauteile werden komplett abgerissen.

„Ganz wichtig für uns: das Thema Energiebilanz“, so Claus Klein. Es sei durchaus ein Spagat zu bewältigen zwischen dem Anspruch, historische Bauteile in diesem Denkmal zu erhalten und trotzdem Energie einzusparen. Dafür  würden auf jeden Fall moderne Fenster eingebaut und das Dach unter dem Aspekt der Wärmedämmung neu gedeckt.