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Lokalsport: Leichlingens Handballer steigern sich nach der Pause

Lokalsport : Leichlingens Handballer steigern sich nach der Pause

Der Drittligist dreht einen Drei-Tore-Pausenrückstand in einen 30:27-Auswärtssieg beim GSV Eintracht Baunatal.

Ein einfacher Blick auf den Spielbericht genügte, um die anfänglichen Probleme des Leichlinger TV auszumachen. Zehn Tore in 30 Minuten sind für die Verhältnisse des Handball-Drittligisten, der mit 699 Toren die klar beste Offensive der Liga stellt, zu wenig. Dass die Mannschaft im Auswärtsspiel beim GSV Eintracht Baunatal mit einem Rückstand in die Pause ging, war daher kein Wunder, sondern eine logische Konsequenz.

"Die Mannschaft stand sich anfangs selbst im Weg, weil sie vorne zu viel verworfen hat", analysierte Trainer-Manager Frank Lorenzet treffend. Sinnbildlich für die Flaute vor dem gegnerischen Kasten hob er Moritz Barwitzki und Carsten Lange hervor, die aufgrund technischer Fehler gleich mehrere Chancen liegen ließen und das Geschehen zeitnah von der Bank aus verfolgten. Erst nach der Pause drehte der LTV auf, erzielte doppelt so viele Treffer als in Hälfte eins und schaffte so die Grundlage für das 30:27 (10:13), mit dem die Pirates erfolgreich Revanche für die Hinspiel-Pleite (31:33) nahmen. Vor allem im zweiten Abschnitt zeigte der LTV sein anderes Gesicht. Über das 14:14 (35.) setzen sich die Gäste ab und brachten den Erfolg auch dank einer starken Abwehrleistung über die Zeit.

"So gut wie heute, haben wir in dieser Saison noch nie gedeckt", sagte Lorenzet zufrieden, allerdings keinesfalls euphorisch. Er hatte den Trainingsschwerpunkt unter der Woche aufs Verteidigen gelegt. Das gewünschte Ergebnis beobachtete er insbesondere in Durchgang zwei, in dem auch Torhüter Ante Vukas gute Paraden zeigte.

Wichtiger als die zwei Punkte für die Tabelle war aber die Mentalität des Leichlinger Teams. Nach der unnötigen Auswärtsniederlage bei der Ahlener SG (30:32) vergangene Woche hatte der LTV-Coach von einer "katastrophalen Leistung" gesprochen. Ganz anders sein Fazit in Baunatal. "Das war so wie ich es mir vorstelle. Die Mannschaft hat sich in der Halbzeit eingeschworen, wie ich es selten erlebt habe. Da waren so viel Gift und Geräusche, wie in der ganzen Rückrunde nicht", sagte er.

Wenn sein Team eine ähnliche Motivation wie am Wochenende an den Tag lege, könnte man auch Topteams wie Neuss oder Hagen Probleme bereiten, glaubt der Trainer.

Leichlinger TV: Vukas - Lange, Hilger (6), Hansen (5), Novickis (5), Lajnef (3), Mergner, Natzke, Barwitzki (1), Zechmeister (1), Kreckler (9/2).

(mol-)