Leverkusener Prinzen singen bei Stadtgarde Opladen

Die längste Sitzung : Chor der Prinzen singt bei der Stadtgarde

Karnevalsgesellschaft präsentierte in der Stadthalle Bergisch Neukirchen ihre längste Sitzung mit vielen Höhepunkten.

Ausgelassene Freude und Frohsinn herrschten am Samstag bei der ausnahmsweise einzigen Leverkusener Karnevalssitzung des Tages. Bei ihrer Gardesitzung bot die KG Stadtgarde gleich mehrere Superlative: Literat Walter Kern hatte ein Mammutprogramm für die längste Sitzung zusammengestellt, die es jemals im Verein gab. Das lag auch daran, dass er unbedingt die neu formatierte Micky Brühl-Band dabei haben wollte. Deren Auftritt bildete weit nach Mitternacht den Schluss- und Höhepunkt der Veranstaltung.

Zuvor sahen und hörten die Gäste – darunter eine große Abordnung der KG Rote Funken – in der ausverkauften Stadthalle Bergisch Neukirchen ein karnevalistisches Programm, das an Abwechslung kaum zu überbieten war. Redner wie Achnes Kasulke und Fred von Halen, Stimmungskanone Marita Köllner und Tanzcorps wie Echte Fründe sorgten für beste Unterhaltung.

Schon lange vor Beginn der Sitzung war Präsident Thomas Lingenauber „in heller Vorfreude“, obwohl er nach eigenen Angaben zwei Nächte nicht geschlafen und bis zuletzt gehofft hatte, dass keine Absagen kommen. Das war auch deshalb so wichtig, weil er den anfangs noch geheimen Plan hatte, gemeinsam mit allen ehemaligen Narrenfürsten, die im Saal waren, das Lied „Einmol Prinz zo sin“ zu singen. Und das waren viele: Francis Nyns, Peter Schmitz, Thomas Lingenhauber, Ulof Rückert, Udo Totzke, Dieter März, Heinz Haase, Andreas Edelmann, Peter Rösgen und Mathias Probst, um nur einige zu nennen. Ein wohl einmaliges Schauspiel.

Uwe Krause, Ex-Prinz und FLK-Präsident, fehlte an diesem Abend und somit auch seine übliche Gesangseinlage zum Prinzenauftritt. Genau deshalb war die Idee zu dem Lied entstanden. Denn Lingenauber hatte nun Zeit, den Auftritt von Prinz Thorsten I in anderer Weise zu umrahmen. Zum Auftakt war die Stadtgarde samt Leichlinger Prinzenpaar und neuem Tanzcorps einmarschiert. Seit einiger Zeit ist neben dem Kindertanzkorps auch ein neues Jugendtanzcorps entstanden, bei dem Janine Kern und Laura Teusch nicht nur das Kommando über sieben Mädchen und junge Frauen zwischen 13 und 28 Jahren und den 15-jährigen Jannick haben, sondern auch selber mittanzen. Weil die Uniformen mit gelbem Rücken, blauen Jacken und blauen Stiefeln komplett neu geschneidert wurden, erhielten sie bei der Gelegenheit auch gleich ihr Halskreuz.

Lingenauber freute sich besonders über den karnevalistischen Nachwuchs, „der nach uns an der Reihe ist und die Tradition weitergeben kann, so wie wir sie kennen und lieben.“ Zur mitunter kritisierten Musik sagte der Präsident: „Karneval muss wachsen und mit der Zeit gehen. Wir feiern unseren Karneval traditionell und dazu gehört ein Tanzcorps wie dieses.“

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