Leverkusen: Elberding will Erfolgsgeschichte der TSV-Athleten fortschreiben

Leverkusen : Elberding will Erfolgsgeschichte der TSV-Athleten fortschreiben

Die TSV-Athleten haben einen neuen Mann an der Spitze: Ab dem 1. Oktober ist Jörn Elberding neuer hauptamtlicher Geschäftsführer der Leichtathletik-Abteilung des TSV Bayer 04. Dann tritt der 48-Jährige die Nachfolge von Paul Heinz Wellmann an, der nach 23 Jahren in den Ruhestand geht. "Ich freue mich sehr auf die neue Aufgabe und die damit verbundene Herausforderung. Ich bin überzeugt, dass wir die Erfolgsgeschichte des TSV Bayer 04 als Leichtathletik-Hochburg weiterschreiben werden", betont Elberding, der sich künftig um die 900 Mitglieder starke Abteilung kümmern wird.

Als Stabhochsprung-Bundestrainer begleitete der 48-Jährige seit 2005 von Leverkusen aus zahlreiche Talente auf dem Weg in die Weltklasse und war in den vergangenen Jahren bereits maßgeblich am Ausbau des Standorts Leverkusen zum trainingswissenschaftlichen Kompetenzzentrum im Stabhochsprung beteiligt. Statt Bewegungsabläufe zu analysieren und Trainingspläne zu schreiben, zieht er fortan hinter den Kulissen die Fäden und verantwortet die administrativen Aufgaben, koordiniert das hauptamtliche Trainerteam der Abteilung und leitet die Bundestrainer des Bundesstützpunktes. Vornehmliche Ziele: die professionellen Rahmenbedingungen erhalten und ausbauen, das Leistungsportfolio und die Alleinstellungsmerkmale kontinuierlich weiterentwickeln. "Wir vertrauen auf seine Kenntnisse, seine bundesweiten und internationalen Kontakte und werden von seinen Erfahrungen zweifelsohne profitieren", sagt Abteilungsleiter Frank Kobor.

Der in Burscheid lebende Elberding kennt den Verein und sein Umfeld bestens. Schon mit 22 Jahren war er dort als Übungsleiter Assistent von Karl-Heinz Düe. Erster "eigener" Top-Athlet war Michael Stolle, den der Diplom-Sportlehrer zum Weltklasse-Stabhochspringer formte. Auch im Sportmanagement und in der Organisation von Veranstaltungen verfügt Elberding über jahrelange Erfahrungen.

Die eigene Fitness und die sportliche Vielseitigkeit sind ihm nach wie vor wichtig: Er spielt Tennis, fährt Ski und geht zum Wakeboarden. Die Töchter Kea (10) und Mila (7) sind zweisprachig aufgewachsen - Elberdings Frau Natacha ist Französin. Seine Bodenständigkeit - sicher auch ein Grund, warum er sich gegen rund 20 Mitbewerber durchgesetzt hat. "Ich hatte mal ein Angebot aus Katar, aber ich bin hier verwurzelt", sagt Elberding.

(sb)
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